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Fachgruppe Interkulturelle Familientherapie und Beratung

zuletzt verändert: 17.04.2012 10:16

*** Nächstes Fachgruppentreffen am 26. April 2012 im INSA-Berlin, Kurfürstendamm 115b, 10711 Berlin von 15.00 bis 18.00 Uhr***

Die Fachgruppe Interkulturelle Familientherapie und Beratung lädt hiermit herzlich alle Interessierten zum Austausch und Mitwirken bei der Realisierung der u.g. Ziele ein.
Sie begrüßt darüber hinaus weiterführende Ideen und Vorschläge seitens engagierter Kolleginnen und Kollegen und freut sich über anregende Zusammenarbeit!

Kontakt:
Saied Pirmoradi, Berlin, E-mail: info.dr.pirmoradi|at|googlemail.com, Mobil: 0176-63 78 39 43

 

 

Die demographischen Strukturen haben sich in Deutschland dramatisch verändert. Dadurch sind Populationen nichtdeutscher Herkunft zu einer relevanten gesellschaftlichen Gruppe geworden. WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen im psychosozialen Feld vertreten zunehmend die Ansicht, dass die auf dominante Annahmen und Perspektiven beruhenden Konzepte für die Arbeit mit Menschen aus anderen kulturell-ethnischen Hintergründen keine ausreichende Grundlage darstellen. Die Institutionalisierung der Kulturthematik in entsprechenden Dachverbänden und Organisationen im psychosozialen Versorgungsnetz, z. B. in Form der Gründung einer Fachgruppe bei der DGSF, kann in beachtlichem Maße zur Überwindung der beklagten gegenwärtigen Situation führen. Eine solche Fachgruppe kann als eine wichtige Anregung zum Kulturdiskurs verstanden werden, die die Professionellen für kulturelle Fragestellungen im therapeutisch-beraterischen Kontext sensibilisiert und zur Institutionalisierung der Kulturthematik im Ausbildungs- und Versorgungssystem beiträgt.

 

In diesem Sinne ist im Januar 2011 die Fachgruppe "Interkulturelle Familientherapie und Beratung" bei der DGSF ins Leben gerufen worden. Die Ziele der Fachgruppe "Interkulturelle Familientherapie und Beratung" lassen sich im Allgemeinen wie folgt beschreiben:

 

1 Die Sensibilisierung der Familientherapeutinnen und Familientherapeuten sowie Beraterinnen und Berater für die Kulturthematik und die Arbeit in diversen kulturellen Kontexten. Gleichwohl ist damit eine Verbesserung bzw. eine Ausdehnung der Hilfestellungen für die Betroffenen verbunden. Der interkulturelle Austausch kann darüber hinaus zur Erweiterung des eigenen therapeutisch-beraterischen Handlungsrepertoires beitragen. 

 

2 Die institutionelle Verankerung der Kulturthematik im Gesundheits- und Versorgungssytem als eine wichtige Voraussetzung zur Realisierung der Chancengleichheit. Der gute Wille und der angemessene Ein- und Überblick in einen Sachverhalt stellt meistens die notwendige Voraussetzung für dessen Verwirklichung dar. Doch ohne institutionelle Unterstützung reicht dies i. d. R. nicht aus.     

 

3 Die Einbindung der interkulturellen Familientherapie als fester Bestandteil in das  Curriculum der familientherapeutischen Ausbildung. Dieser Punkt als ein grundlegender Beitrag zur Entfaltung des interkulturellen Diskurses und der Vervielfältigung der Dienstleistungen erscheint mir perspektivisch wesentlich, weil hierdurch die Professionellen die erkenntnistheoretischen Grundlagen für die Arbeit im interkulturellen Kontext schon von Beginn an erwerben und auf die praktische Arbeit vorbereitet werden.

 

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