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Fachgruppe Sucht

zuletzt verändert: 24.10.2011 14:26

Seit der letzten Mitgliederversammlung am 14.09.2011 in Bremen gibt es einen neuen Versuch eine Fachgruppe Sucht in der DGSF zu etablieren. Wir würden uns über Resonanz per E-Mail sehr freuen und bei entsprechendem Rücklauf ein erstes Treffen der FG Sucht auf der DGSF-Frühjahrstagung am 24. März 2012 in Königswinter vorbereiten.

Bei einer im Vorfeld durchgeführten Interessensanfrage der DGSF-Mitglieder zeigten sich bereits 30 KollegInnen interessiert an dieser Fachgruppe. Zum Auftakt in Bremen, gemeinsam mit Jochen Schweitzer, sind dann tatsächlich 4 TeilnehmerInnen gekommen!  Trotz der übersichtlichen Teilnahme wurde die Gründung der FG Sucht beschlossen. KennerInnenn des Suchtthemas ist klar: In diesem Feld braucht man einen langen Atem!
Es gibt bei der Komplexität des Arbeitsgebietes viele Berührungspunkte mit anderen Arbeitsfeldern, was ein stark vernetztes Vorgehen mit verschiedenen Hilfesystemen und Berufsgruppen erforderlich macht.


Die Fachgruppensprecher
Bei der Größe der Teilnehmerzahl waren 2 Fachgruppensprecher unumgänglich, um die vielfältigen Anliegen und Themenbereiche zukünftig zu koordinieren.
Andreas Gantner; 51 Jahre , Geschäftsführer des Therapieladen e.V. Berlin, Dipl. -Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut. Seit 22 Jahren in der Suchtarbeit tätig. Im Rahmen der BMG geförderten INCANT-Studie (2005-2010) ausgebildet als Therapeut, Supervisor und Trainer in Multidimensionaler Familientherapie (MDFT).
Harald Stickel, 51 Jahre alt, Geschäftsführer der AG Drogen Pforzheim e.V., seit 26 Jahren in der Drogenarbeit, seit 6 Jahren Gesamtleiter. Ausgebildeter Sozialarbeiter, therapeutische Ausbildung in Systemischer Therapie und integrativer Suchttherapie. Aktueller Bezug: Durchführung eines Bundesmodell-Projektes Aufsuchende Familientherapie mit riskant konsumierenden Jugendlichen und deren Familien von 08/2008 bis 07/2011 im Auftrag des BMG

 

Was sind unsere Ideen für die Fachgruppe Sucht?
Zum einen sind wir der Ansicht, dass Systemische Therapie und systemische Ideen durch entsprechend ausgebildete KollegInnen in der Suchtarbeit (ambulant und stationär ) genügend vertreten sind, dass sich deren Wirken aber noch nicht in den Ansätzen und der praktischen Arbeit nachhaltig niederschlägt. Dies ist  einerseits der Vielfältigkeit der Suchthilfe sowie ihrer eher defizitorientierten Erklärungsmodellen geschuldet, andererseits der nicht vorhandenen Anerkennung der Systemischen Therapie als suchtspezifisches Verfahren (Rehabilitation) durch die Rentenversicherungsträger.

Dabei geben aktuelle systemisch/suchtspezifische Projekte (INCANT/AFT-Projekt), an denen die Fachgruppensprecher beteiligt waren, Anlass zur Hoffnung, dass Bewegung ins Spiel kommt. Wie bereits in der Expertise zur „Wirksamkeit der Systemischen Therapie“ (von Sydow et al. ) gezeigt, sind es vor allem systemische Ansätze die aus dem Suchtbereich und der Behandlung von Kindern- und Jugendlichen kommen, die eine gute Evidenz aufweisen. Systemische Arbeitsansätze sind deshalb derzeit vor allem ein Thema der Jugend-Sucht-Hilfe.

Dieser Bereich an der Schnittstelle Jugendhilfe/Suchthilfe ist jedoch nur ein Teil des komplexen Feldes Sucht. Wir möchten deshalb gerne mit Ihnen/Euch in den Austausch treten, und Sie einladen zum Dialog mit uns und zum schrittweisen Aufbau der Fachgruppe Sucht mit all ihren Facetten und Schwerpunkten.

Wir, die Sprecher der Fachgruppe Sucht, möchten gerne über die Homepage der DGSF eine Plattform dafür bilden, um einen Austausch über unsere Ideen, aktuelle Fachartikel oder suchtspezifische systemischen Ansätzen zu transportieren. Dabei sind wir auf Ihre Unterstützung und Mitwirkung angewiesen, auch wenn eine persönliche Teilnahme an der Fachgruppe nicht (immer) möglich ist.

  • Welche Ziele/Wünsche haben Sie an die Fachgruppe. Welche „Projekte“ sollte die Fachgruppe initiieren?       
  • Wo sehen Sie als Praktiker Einsatzmöglichkeiten der systemischen Arbeitsweise/Inhalte, was halten Sie für erstrebenswert? 
  • Welche Ansätze sind schon erprobt und haben sich bewährt?

 

Unsere ersten konkrete Ideen sind:

 

Weiterhin finden Sie im DGSF-Wissensportal einen Diskussionsbeitrag von uns zum Thema:
Die „evidenzbasierte“ Wirksamkeit systemischer Behandlungsansätze in der Arbeit mit jugendlichen Drogenmissbrauchern – und der merkwürdige Mangel in der praktischen Anwendung.

 

Wir würden uns über Resonanz per E-Mail sehr freuen und bei entsprechendem Rücklauf ein erstes Treffen der FG Sucht auf der DGSF-Frühjahrstagung am 24. März 2012 in Königswinter vorbereiten.

Mit freundlichen Grüßen 

Die Fachgruppensprecher

Andreas Gantner

a.gantner@therapieladen.de

Harald Stickel

h.stickel@agdrogen-pf.de

Therapieladen e.V.  Berlin

AG Drogen Pforzheim e.V.

 

 

 

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