Fachgruppe Systemische Sozialarbeit
Sprecher:
Prof. Dr.
Johannes Herwig-Lempp
Große Ulrichstraße 51
06108 Halle
0345 - 54 84
680
johannes
herwig-lempp.de
www.herwig-lempp.de
Treffen der Fachgruppe während der DGSF-Jahrestagung in Essen.
Die Fachgruppe „Systemische Sozialarbeit“ besteht seit der Gründung der DGSF im
Jahr 2000. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stellen eine große Gruppe
innerhalb der DGSF dar (über ein Viertel der Mitglieder kommt aus dem Bereich
der Sozialarbeit). Systemische Ansätze wurden und werden in den verschiedensten
Arbeitsfeldern der Sozialarbeit angewandt und weiterentwickelt. Anliegen der
Fachgruppe ist es, die fachlichen Aspekte Sozialer Arbeit und die Interessen der
Profession innerhalb der DGSF zu vertreten und zu einer fachlichen
Weiterentwicklung beizutragen.
In den vergangenen Jahren wurde dies vor
allem auf den Jahrestagungen der DGSF in eigenen Treffen umgesetzt, die vor
allem inhaltliche Schwerpunkte setzen sollen und bei denen die organisatorischen
Absprachen möglichst kurz gehalten werden.
„Mindestens sieben
Möglichkeiten! Vielfalt als Konzept in der systemischen Sozialarbeit“ - Das
Fachgruppen-Treffen "Systemische Sozialarbeit” am 12. Oktober 2007 auf der
DGSF-Jahrestagung in Ulm/Neu-Ulm: Die drei ReferentInnen aus der Praxis, Frau
Katja Weber (Leipzig), Frau Marion Körner (Halle) und Herr Ludger Kühling
(Tübingen), stellten in interessanten Kurzvorträgen jeweils an konkreten
Beispielen vor, wie sie das Motto “Es gibt mindestens sieben Möglichkeiten!” in
ihrer eigenen beruflichen Praxis ganz praktisch und konkret nutzen und regten
uns zu einer vielschichtigen Diskussion an.
Neben den Fachgruppen-Treffen
auf den Jahrestagungen unterstützt die Fachgruppe immer wieder kleinere, aber
doch bundesweite Tagungen zur systemischen Sozialarbeit fachlich und
organisatorisch – z.B. „Ressourcen, Lösungen, Respekt – die Vielfalt
Systemischer Sozialarbeit“ 2004 in Merseburg, „Systemisches Handeln im sozialen
Raum“ 2005 in Bamberg und „Systemorientiert denken, familienorientiert handeln“
2006 in Kiel.
Für die künftige Arbeit der Fachgruppe gab es eine Reihe
von Anregungen und Themen, die sowohl auf einer “außerordentlichen” Fachtagung
der Systemischen Sozialarbeit wie auch auf dem Fachgruppentreffen im kommenden
Jahr bei der DGSF-Jahrestagung in Essen Grundlage sein können:
- Wie entsteht die Identität als (systemische?) Sozialarbeiter/in
- Sozialarbeit: Hilfe zur Selbsthilfe oder doch lebenslänglich?
- Mit den systemischen Konzepten kommt die Sozialarbeit wieder zu ihren Wurzeln – hundert Jahre Ausbildungsstätten für SozialarbeiterInnen
- Veränderungen für den Beruf, das Berufsfeld und das Berufsbild Soziale Arbeit durch Bachelor- und Masterstudiengänge
- "Verhältnis/Bezug zwischen den anderen Fachgruppen und
der FG Systemische Sozialarbeit"
Für weitere Ideen und Anregungen bzw. Themenwünsche (sie dürfen auch zwischendurch im Jahr vorgeschlagen oder gar angeboten werden) sind wir natürlich offen.
Es gibt Überlegungen, vielleicht mal wieder eine kleinere Tagung zum Themenbereich “Systemische Sozialarbeit” zu veranstalten (wo? vielleicht in Bochum? oder anderswo?) und evtl. auch Interessenten für die Gestaltung des Fachgruppentreffens im kommenden Jahr in Essen zu gewinnen. Insofern scheint es mit uns weiter zu gehen. Auf jeden Fall ist Eigeninitiative gefragt.
Falls Sie Interesse haben, in den E-Mail-Verteiler der Fachgruppe aufgenommen zu werden oder sich aktiv beteiligen wollen, melden Sie sich bitte einfach mit einer kurzen Mail an: johannes@herwig-lempp.de
P.S.:
Falls Sie die Vorgänge in
Halle interessieren, finden Sie unter http://www.herwig-lempp.de/dokumente.htm
ausführliche Informationen. In Halle versuchten Oberbürgermeisterin und
Jugendamtsleiter – beraten von einer externen Firma, die sich vor allem auf die
Jugendhilfe spezialisiert hat - im Herbst 2007 alle 314 Heimkinder aus
Kostengründen praktisch von heute auf morgen zu entlassen. Dies wurde zurück
genommen, aber man besteht weiterhin darauf, bei den Hilfen zur Erziehung “durch
Prävention” kurzfristig 20 % der Kosten einsparen zu können (vgl. z.B. auch Wolf
Ritscher, Organisierte Verantwortungslosigkeit in der Jugendhilfe: Das Beispiel
Halle (Saale), in: KONTEXT 4/2007, S. 379-389).

