Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie - DGSF

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Multifamilientherapie, Elterncoaching oder multisystemische Therapie sind Alternativen zum Bootcamp

Last modified 28.02.2008 11:19

Tagung in der Universität Heidelberg am 3. und 4. März | DGSF-Presseinformation, 22.2.2008


Jugendkriminalität und „Bootcamps“ sind nach dem hessischen Wahlkampf aus den Schlagzeilen verschwunden. Der Umgang mit Gewalt von Jugendlichen in Familie oder auf der Straße bleibt aber weiterhin eine gesellschaftliche Herausforderung. Aus der systemischen Familientherapie kommen Interventionsmöglichkeiten, die auch in besonders schwierigen Fällen durchaus Erfolg versprechen: Elterncoaching, Multifamilientherapie und multisystemische Therapie. Eine Tagung unter Leitung des Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie, Prof. Dr. Jochen-Schweitzer, zusammen mit Prof. Dr. Arist von Schlippe von der Uni Witten-Herdecke bringt die prominenten Vertreter der drei Ansätze zusammen: Den israelischen Psychologieprofessor Haim Omer, Tel Aviv, den amerikanischen Professor für Psychologie an der University of Missouri Chuck Borduin und den in London arbeitenden Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Eia Asen. Rund 350 bis 400 Fachleute aus Pädagogik, Beratung und Psychotherapie werden zur Tagung in der Universität Heidelberg Anfang März erwartet.

 

Die Tagung “Elterncoaching trifft Multisystemtherapien – with a little help from my friends“ am 3. und 4. März wird veranstaltet vom Helm-Stierlin-Institut in Heidelberg (Mitgliedsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie, DGSF) zusammen mit der Uniklinik Heidelberg, der Universität Witten-Herdecke und dem Institut für Familientherapie Weinheim. Abgeschlossen wird die Tagung mit einer „politischen Podiumsdebatte: Systemische Therapie, Prävention und Familienpolitik“, an der auch Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner teilnimmt.

 

In der Multifamilientherapie arbeiten mehrere Familien gemeinsam mit zwei Therapeuten an ähnlichen Problemen und therapieren sich so auch gegenseitig. Bei der "Multisystemischen Therapie (MST)“ handelt es sich um ein hervorragend organisiertes und empirisch evaluiertes amerikanisches Therapieprogramm, das vor allem für straffällig gewordene Jugendliche entwickelt wurde und als „Therapieorte“ auch Schule, Nachbarschaft oder Freundeskreise einbezieht. Systemisches Elterncoaching nach dem Ansatz von Haim Omer stärkt „elterliche Präsenz“ und gibt damit hilflos gewordenen Eltern neue Handlungsmöglichkeiten.

 

Infos zur Tagung im Internet: www.hsi-heidelberg.com/foren/forum_6.php

 

Hinweis:

Zur Berichterstattung über die Tagung sind Journalistinnen und Journalisten gerne willkommen. Weitere Information und Anmeldung zur Berichterstattung bei:

Prof. Dr. Jochen-Schweitzer

Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Medizinische Psychologie
Bergheimer Str. 20, 69115 Heidelberg
Telefon 06221-56 81-52 (- 51, -56)
oder

Bernhard Schorn (Kontaktdaten unten)

 

verantwortlich:
Bernhard Schorn, DGSF
Christophstraße 31 | 50670 Köln
Fon (0221) 61 31 33 | Fax (0221) 9 77 21 94
E-Mail: schorn@dgsf.org


Pressemitteilung auf den Internetseiten des Uniklinikums Heidelberg (Pressebereich): www.klinikum.uni-heidelberg.de/uploads/media/pmDGSF.pdf

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