Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie - DGSF

Der berufsübergreifende
Fachverband für Systemische Therapie,
Beratung und Supervision

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FW19/08 Systemisches Arbeiten in Zwangskontexten - Freiwilligkeit? Unfreiwilligkeit? Zwang? Zum Umgang mit "verzwickten" Auftragskonstellationen

Vortrag/Seminar/Workshop

Anbieter

Praxis - Institut für systemische Beratung (Zweigstelle)
Regionalinstitut Hanau

Ulanenplatz 6
63452 Hanau

Tel: 06181-25 30 03
Fax: 06181-25 30 46

weitere Informationen [...]

Stand: 21.02.2008 13:43

Wann
15.11.2008 10:00 h
bis
16.11.2008 17:00 h
Ort
Nürnberg, Caritas-Pirckheimer-Haus
KursleiterIn
WOLFGANG GEILING, Dipl.-Sozialpädagoge, Diplompädagoge, Systemischer Familientherapeut DGSF
JOACHIM LAUTNER, Diplom Sozialpädagoge
Teilnehmerzahl
16
Weitere Informationen
Ob sich Menschen freiwillig oder unfreiwillig auf eine Zusammenar-beit mit Fachkräften einlassen, oder ob sie sich unter Zwang zu einer „Hilfe“ gedrängt fühlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dass sich prekäre Auftragslagen grundlegend auf die Beziehungen zu KlientInnen und damit auf die eigenen fachlichen Möglichkeiten auswirken, weiß jeder, der nicht ausschließlich mit freiwilligen Klien-tInnen arbeitet. Andererseits: Was heißt schon „freiwillig“? Ziel des Workshops ist es, komplexe und widersprüchliche Auftrags-konstellationen systemisch zu reflektieren und zu prüfen, wie Chancen für gelingende Kooperation genutzt werden können. Eine solche Analyse ist oft die entscheidende Grundlage, für die Förderung erwünschter familiärer Entwicklungen. Damit eine Klärung der jeweiligen Zielvorstellungen stattfinden kann, ist es insbesondere für Fachkräfte in der Jugendhilfe erforderlich, die unterschiedlichen Interessen von Beteiligten zu berücksichtigen. Für eine gelingende Zusammenarbeit mit KlientInnen in „verzwickten“ Auftragskonstellationen ist eine gleichberechtigte Problemdefinition zwischen allen Beteiligten nützlich. Dies schließt die Möglichkeit mit in, dass für KlientInnen zu Beginn der Hilfe aus ihrer Sicht zunächst keine Probleme bestehen können. Die Unterscheidung zwischen Auftrag, Anliegen, Anlass und Kontrakt kann Fachkräften dabei helfen, angemessen eigene Ressourcen einzusetzen und eine zu diesen Kontexten passende Haltung und Positionierung zu entwickeln. In dem Workshop werden u.a. anhand von Fällen der TeilnehmerInnen, Möglichkeiten erarbeitet, wie sich im Prozess „Zwickmühlen-Aufträge“ verändern lassen bzw. welche Vorteile in diesen Konstellationen liegen können.