Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie - DGSF

Der berufsübergreifende
Fachverband für Systemische Therapie,
Beratung und Supervision

Mitglieder Bereich
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WB5/2009 Ressourcenorientierte Paartherapie 2009

Weiterbildungsgang

Anbieter

Praxis - Institut für systemische Beratung (Zweigstelle)
Regionalinstitut Hanau

Ulanenplatz 6
63452 Hanau

Tel: 06181-25 30 03
Fax: 06181-25 30 46

weitere Informationen [...]

Stand: 21.02.2008 14:42

Wann
09.02.2009 10:00 h
bis
06.11.2009 17:00 h
Ort
Schwalbach / Taunus
KursleiterIn
Erika Lützner-Lay, Dipl.-Sozialpädagogin, systemische Lehrtherapeutin DGSF, systemische Supervisorin DGSF
Teilnehmerzahl
16
Weitere Informationen
"Von der traumatischen in die erotische Spur" (Zitat nach Schellenbaum) - Diese Fortbildung verfolgt im Gesamtprozess konsequent das Ziel, Fachkolleginnen und –kollegen darin zu bestärken (und Lust darauf zu machen!), Paare sowohl in ihrer Elternkooperation als auch in ihrer Partnerschaft von der Problemtrance in die Ressourcen ihres Miteinanders zu begleiten. Blockaden und Krisen werden in ihrem schöpferischen Sinn verstanden und als Entwicklungsanschub auf diesem Weg genutzt. Damit stoßen wir gleichzeitig Wachstum fürs ganze Familiensystem an und geben Hilfe und Prävention, Kinder aus missbräuchlichen, parentifizierten und unangemessenen Rollen zu befreien. Damit der schöpferische Sprung auf diese Ebene gelingen kann, sollte die Beraterperson in der Begleitung ein höheres Energieniveau haben als das Klientensystem. Deshalb wird ein wichtiger Bereich der Fortbildung die Stärkung der eigenen Beraterpersönlichkeit sein durch kleine Körper- und Energieübungen für den eigenen Lebensfluss, den authentischen Stand und Selbstausdruck, die spielerische Kraft mit Freude und Humor, die sinnvolle Abgrenzung zum Schutz vor Verstrickung und Burn-out. Theoretischer Hintergrund: Eine Entwicklungsorientierte, systemische Sicht der Paardynamik wird integriert mit psychoanalytischen Konzepten (Kollusionsmodell, Willi, Szenisches Verstehen, Lorenzer) und neurobiologischen Forschungsergebnissen. Körperpsychotherapeutische Elemente (z. B. Bindungs- u. Differenzierungsschemata, Downing) schaffen Zugang zur unbewussten Dynamik und zur Ressourcenebene des Paares. Arbeitsweise und Methoden: Die Arbeit in den Seminaren wird praxisnah gestaltet, Wir arbeiten an Fallbeispielen der TN und beziehen den Prozess der Gruppe mit ein. Fließender Methodenwechsel zwischen Plenum, Kleingruppenübungen, Rollenspiel, Mikroprozessarbeit, Demonstrationsarbeit, Gestaltarbeit, Imagination, Skulptur- und Aufstellungsarbeit, Theorieinputs zur kognitiven Integration, Körper- und Bewegungsübungen, Selbsterfahrungseinheiten führt zu einem ganzheitlichen, erfahrungs- und handlungsorientierten Lernen im Kontinuum des Gruppenprozesses. Inhalte: 1. Seminar 14.-18.11.2006: • Systemische Diagnostik des Paarkonflikts: • Kontext d. Paares, • Zirkularität: der "Tanz" des Paares, • Prozess: Phase der Beziehung, • Bedeutung u. Sinn des "Symptoms" • (die Sicht des Beobachters), • unbewusste Regeln, Grenzen, Hierarchien etc. • Symptome des Kindes u. verdeckter Paarkonflikt • Triangulationskonzept • Phasen der systemischen Paartherapie : • Settingfragen und Umgang mit klaren Grenzen zwischen Elternebene und Paarebene • Kontraktgestaltung • Balance und Grenzen im Dreieck Paar - Berater/in • Verbale und nonverbale Interventionen, abgestimmt auf die Dynamik und Phase des Prozesses • Ressourcenorientierte "Hausaufgaben" • Triadische Selbsterfahrung, Genderbewusstsein. 2. Seminar 06.-10.03.2007: • Entwicklungsphasen in der Paarbeziehung und Krisendynamik • Diagnostik des "doppelten Hakens": das gemeinsame Thema auf der "Unterbühne" und der verborgene Schatz darin. • Mehrgenerationenperspektive, Interventionen dazu in zeitlich begrenzten Settings • Muster würdigen, Transformation und Neuorganisation anstoßen • Durch Zugang zum "inneren Kind" mit ressourcenorientierten Hausaufgaben den "Lückentext" füllen • Arbeit mit Imagination und Körperinterventionen • Begleitung in mögliche Phase reiferer Integration des Paares und der Elternkompetenz. • Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung im Dreieck des Settings • Selbsterfahrung zum Genderthema aus der Mehrgenerationenperspektive im gesellschaftlichen Wandel. 3. Seminar 18.-22.09.2007: • Bindung und Verbindlichkeit, Gegenüber sein im Umgang mit Aggression und Gewaltstrukturen • Psychodynamik: Liebe und Gewalt auf der inneren Bühne und im Tanz des Systems • Interventionen zur Deeskalation bei Gewaltimpulsen • Haltung und "Handwerkszeug" für faires Streiten und konstruktives Konfliktmanagement, Selbstschutz • Jenseits des Machtkampfs: Rituale für Paare zur Selbsthilfe für Affektabfuhr, ohne zu verletzen / Verständigung im Konflikt / "gekonnte" Aggression und Selbstvertretung / das Nutzen des versteckten Schatzes im Konflikt • Dreiecksbeziehungen • Sexualität und Lust • Authentizität und emotionale Präsenz in der Beraterrolle • Eigene Aggression konstruktiv für den Beratungsprozess nutzen • Körpererfahrung und -übungen mit Erdung und energetischer Selbstschutz. Auf Wunsch und bei Bedarf kann das Curriculum durch ein Seminar "Paarberatung in Stieffamilien und zusammengesetzten Familien" erweitert werden. Organisation: Das Fortbildungsprogramm umfasst 3 Blockveranstaltungen von insgesamt 15 Tagen. Mit der Anmeldung ist die Teilnahme an allen 3 Seminaren verbindlich.