Milton Erickson / Hypno-Systemisches Anwendungsseminar: Auflösung chronischer Problemsituationen mit "Prozess- und Schleifenarbeit" - Psychosomatik, Zwänge, Ängste, Depressionen - die Kunst der Veränderung
Vortrag/Seminar/Workshop
AnbieterInstitut Systeme Venusbergweg 48 Tel: 0228-9 49 31 20
Stand: 30.08.2007 15:24 |
- Wann
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14.09.2007 14:00 h
bis
15.09.2007 16:00 h - Ort
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Bonn
- KursleiterIn
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Dipl.-Psych. Anne M. Lang
- Zielgruppe
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ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen, BeraterInnen, Coaches und SupervisorInnen
- Teilnehmerzahl
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20
- Weitere Informationen
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Der Begriff Ressourcenorientierung drückt eine grundsätzliche Ericksonsche Haltung aus. Dazu gehören: · Das Respektieren aller kommunikativen Äußerungen eines Menschen. · Die Frage nach deren bewussten, unbewussten oder systemischen entstandenen Sinnhaftigkeit und Wirklichkeitskonstruktion ist nicht nur eine sehr konstruktivistische Frage, sondern löst persönliche innere bewusste und unbewusste Suchprozesse aus. · Es ist hilfreich Dissoziationen anzuregen in Form von Unterscheidungen zwischen Person und Symptom/ Problem oder in Form von Perspektivenarbeit, um so wieder mehr Handlungsfreiheit zu erlangen. · Das Utilisieren von allem was geschieht entsteht aus diesem Denken in Möglichkeiten. · Erickson setzte immer im Klienten liegende Ressourcen voraus. Diese beziehen sich auf ausgeblendete oder vernachlässigte Ressourcen. Es gibt Ressourcen, die im Beratungssystem entstehen und solche im die Therapie begleitenden Prozess. · Schwächen können Stärken sein oder werden und Probleme Lösungsversuche. · Gutgemeinte Beiträge relevanter Bezugspersonen können Teile des Problems sein. Eine komplexere, erweiterte Sicht von Wirklichkeit ermöglicht erweiternde Vorgehensweisen. Statt auf Pathologie/ psychischer Krankheit und deren „Be“-handlung wird der Fokus auf Lösungstrance gelegt wie sie durch Umdeutungen, Perspektivenerweiterungen, Ausnahmenbefragung, Kompetenzerfahrung oder spezielle Hausaufgaben, die Erfahrungen ermöglichen. Eine konstruktivistische Erkenntnistheorie bestätigt die Ericksonsche Haltung. Hier wird die Beobachterabhängigkeit, Mehrperspektivität und Komplexität von Wirklichkeit betont. Ein Beobachter so wie auch die Therapeutin wählt immer aus. Die Frage ist die nach den Konsequenzen und Implikationen. Zudem ist durch die Sprache ein Auswahlfilter gegeben, der zu beachten ist. Erickson kommt selbst zu kurzen und passgenauen Angeboten, zu der Trance als Ressourcenerfahrung, zu unorthodoxen Interventionen und Erfahrungsvorlagen. Wenn wir meist im längeren Prozess arbeiten, ist es wichtig, die im Therapiesystem auftretenden Effekte mit zu berücksichtigen. Ein Krankheitssystem mit Patientenrolle/Krankheitsrolle bzw. Behandlerrolle sollte in einen Ressourcenprozess überführt werden. Meine Antwort darauf ist sowohl die Arbeit mit Prozessarbeit und diese anreichernden Schleifen. Das Seminar widmet sich den dabei auftauchenden schwierigen Fragen: · Wie koppelt man sich an einen Patienten und sein Überweisungssystem an, die sich selbst als pathologisch und in Problemtrance erleben ohne diese Sicht mitzumachen · Wie ist der Psychotherapiestart, der Verlauf, das Ende · Wodurch verschafft eine Psychotherapie Ressourcensituationen · Wie widersteht man dem Expertensog psychologischen Fachwissens, nutzt die verschiedenen Modelle als solche und bleibt dennoch unorthodox kreativ · Wie widersteht man dem im „Behandlung“ssetting angelegten Rollenmuster des „Patienten“ · Wie bezieht man den Klienten in die Supervision des Therapiesystems/ Coachingsystems und den Prozess mit ein · Wie geht man in spezielle schwierige Situationen vor. Z.B. bei Klienten, die an ihrer ungünstigen Attribuierung/ Glaubenssystemen usw. festhalten · Wie entstehen aus Problemgeschichten Ressourcengeschichten. · Wie nutzt man eine Prozessführung mit wichtigen Etappen wie Zielklärung, Autragsklärung, Ambivalenzenklärung, Prozessevaluierung, Schlußgestaltung, was sind die „Schleifen“ dabei, die inhaltliche Arbeit, innere Suchprozesse und individuelle Entwicklung modifiziert einbringen. Als Anwendungsseminar stellt dieses Seminar Übungen und Demonstrationen zur Verfügung anhand ihrer mitgebrachten Fallgeschichten. Alle Symptomatiken oder psychische Störungen sind willkommen. Es geht darum ihre Expertenrolle als entscheidende Psychotherapieprozessmitgestalterin zu erweitern.
