Kindesvernachlässigung II/08 - der professionelle Umgang mit einem „unsichtbaren Phänomen“
Vortrag/Seminar/Workshop
AnbieterHamburgisches Institut für Systemische Weiterbildung Bargteheider Straße 124 Tel: 040-6 77 99 91
Stand: 20.09.2007 13:54 |
- Wann
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15.11.2008 09:00 h
bis
15.11.2008 18:00 h - Ort
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Hamburg-Rahlstedt
- KursleiterIn
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Dipl.Sozialpadagogin Birgit Haustein
Dipl. Pädagogin und Psychologin, Approb. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Akkreditierter Fortbildungsveranstalter (PTK Bayern), Kommunikationswirtin (GEP), Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF), Systemische Supervisorin (DGSF), Zertifikat für Lehrende (DGSF), Supervisorin (DGSv), Mediatorin (BM)
- Zielgruppe
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Seit langer Zeit wird über fachliches Handeln bei Kindes-misshandlung und sexuellem Missbrauch diskutiert, viele Hilfskonzepte liegen vor. Die Kindesvernachlässigung als eine Form der Kindeswohlsgefährdung wird in der Fachliteratur eher vernachlässigt.
Eine Erklärung ist sicher die relative „Unsichtbarkeit“ des Phänomens. Vernachlässigung zeigt sich nicht laut und spektakulär, sondern meist still und unauffällig.
Das Ausmaß ist groß, die Tendenz steigt, die Folgen für die betroffenen Kinder sind massiv, sie reichen von Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu schlechtem Gesundheitszustand, manchmal mit Lebensbedrohung.
Wie können wir Vernachlässigung erkennen, das Kindeswohl sichern und gleichzeitig eine positive Veränderung des familiären Systems erreichen?
Es gilt dabei die Selbsthilfepotentiale der Familie zu aktivieren und bisher nicht genutzte persönliche, familiäre oder Umfeld bedingte Ressourcen der Beteiligten (wieder-) zu entdecken.
Und sicher nicht zuletzt:
Was brauchen wir Professionelle, um nicht in den Sog der Energielosigkeit der Familien hinein zu geraten? Gefühle von Angst, Ohnmacht und Unsicherheit sind auf beiden Seiten.
Hier ein gutes Handwerkszeug zu entwickeln, ein kollegiales Unterstützungssystem aufzubauen, gemeinsam mit den Familien ein transparentes Schutz- und Hilfekonzept zu erarbeiten, dieser Aufgabe wollen wir uns nähern.
Wir werden unser theoretisches Wissen auffrischen, erfolgversprechende Konzepte kennen lernen, Handlungsschritte in Rollenspielen ausprobieren und sicher auch die eigenen „Akkus“ gemeinsam aufladen können.
Wir wollen gemeinsam auf die eigene Praxis schauen. Wir werden an konkreten Fallbeispielen der TeilnehmerInnen Auftragserarbeitung, Kindeswohleinschätzung, Hilfeplanung und Kooperation mit mehreren Fachkräften in einem geschützten Raum üben und damit unsere Handlungskompetenzen im Krisenfall erweitern.
Es wird auch um eine Schärfung unseres Blickes für die so genannten „Grauzonen“ gehen, nicht die offensichtlichen Vernachlässigungsformen stehen im Mittelpunkt, eher die leisen „unsichtbaren“ Verläufe führen häufig zu Verunsicherungen in der eigenen Einschätzung.
Es besteht die Möglichkeit, eine Praxis zu reflektieren und damit mehr Handlungssicherheit für den Alltag mitzunehmen. - Weitere Informationen
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Weitere Informationen auf www.hisw.de
