Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie - DGSF

Der berufsübergreifende
Fachverband für Systemische Therapie,
Beratung und Supervision

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Kontext 2004 02

Last modified 02.09.2004 13:50

Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie

Band 35 2004 | Heft 2

Tatort Familie – Lösungsraum Familie. Hilfreiche Dialoge zwischen Eltern und Kind
Wilhelm Rotthaus

Zusammenfassung
Gewalt in der Erziehung wird heutzutage von dem weitaus größten Teil der Eltern abgelehnt. Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, tun sie dies heute aus Hilflosigkeit und nicht aus pädagogischer Überzeugung. Gleichzeitig scheinen Gewalthandlungen von Kindern und Jugendlichen gegen ihre Eltern in erheblichem Maße zugenommen zu haben. In dem Beitrag wird dargestellt, welcher gesellschaftliche Wandel zu diesen Veränderungen geführt hat. Es werden die Folgerungen für eine neue Erziehungshaltung erörtert und dargestellt, wie bei krisenhaften Zuspitzungen nur im Lösungsraum Familie Perspektiven für ein respektvolles Zusammenleben von Eltern und Kind erarbeitet werden können.

Schlagwörter: Erziehung – familiäre Gewalt – Elternmisshandlung – erzieherische Hilflosigkeit – elterliche Präsenz

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The family – Scene of crime and scene of solution. Helpful dialogues between parents and children
Summary
Violence in education is nowadays rejected by the greater part of parents.Today parents who beat their children act because they are helpless and not because of their educational convictions. At the same time violence of children against their parents has increased significantly. In this paper will be shown how social developments has caused these changes. Consequences for a new educational attitude will be outlined and discussed that in case of really bad crises perspectives for a respectful living togehter can only be developed within the family as the scene of solution.

Keywords: education – family violence – children's violence toward parents – educational helplessness – parental presence

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Die Kunst, (sich) auf das richtige Pferd zu setzen – Metaphern zum Ritt durch die Lösungsräume
Matthias Lauterbach

Zusammenfassung
Menschen beschreiben ihre Welt metaphorisch. Metaphern reduzieren die Komplexität der Welt und ermöglichen so das Handeln. Wahrnehmung, Erkenntnis, Handeln folgen aber auch den metaphorischen Beschreibungen, die sich so selbst erfüllen. Organisationen, die sich im Wandel befinden, müssen sich mit ihren metaphorischen Beschreibungen, den Bildern, kurz: mit der "Organisation im Kopf der Menschen" auseinandersetzen, um zu Beschreibungen zu kommen, die den Wandel mit erfassen können. Dieser wichtige und unverzichtbare Arbeitsschritt wird oft vernachlässigt, obwohl er als lustvoll und energetisierend erfahren wird. Anregungen aus der vielen Lebensbereichen, u. a. der Kunst lassen sich für diesen Schritt nutzen.

Schlagwörter: Organisationsentwicklung – Wandel (in Organisationen) – Change Management – Metaphern – Organisationsdynamik

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The art of riding the winning horses – Metaphorical approaches in change management
Summary
Men's description of the word is metaphorical. Metaphors reduce complexity und enable action. Perceiption and acting out follow the metaphoric descriptions in a self fullfilling manner. Organisations in change have to deal conciously with the metaphoric descriptions, with the pictures, with the "organisation in the head of people". The step has to create metaphors that include the change. In change processes this important step is often neglected. On the other hand it's experienced as energizing. It can take in a lot of stimulations from other spaces and experiences of life f. e. arts.

Keywords: development of organisations – change (in organisatons) – change management – metaphor – dynamics in organisations

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Die visuelle Analyse des Genogramms
Jürgen Beushausen

Zusammenfassung
Die Analyse von Genogrammen gehört zum Standardrepertoire familien-therapeutischer Techniken. Mit diesem Verfahren kann ein umfassender Überblick über die komplexen familiären Beziehungen und Strukturen mehrerer Generationen gewonnen werden. In diesem Rahmen bietet die visuelle Analyse eines von Klienten gezeichneten Genogramms zusätzliche sinnvolle Hinweise für die Exploration individueller und familienspezifischer Themen. Mit der visuellen Analyse wird ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Arbeit mit Genogrammen vorgestellt. Einleitend wird ein Überblick über die Genogrammarbeit gegeben, um dann Aspekte der visuellen Analyse an Hand von Beispielen zu diskutieren.

Schlagwörter: Genogrammanalyse

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The visual analysis of geneograms
Summary
The analysis of geneograms (Family Trees) belongs to the standard procedures of family therapeutic techniques. With this instrument it is possible to grain a complex overview of family relationships and –structures of several generations. In this context the visual analysis offers additional information helpful in the exploration of individual and family-specific topics. This method introduces an inportmant contribution in the further development of the work with geneograms. An overview of geneograms work will be given to discus aspects of the visual analysis through existing case studies.

Keywords: analysis of geneograms

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Systemische Tröstungen
Ute Fernis und Ludger Kühling

Zusammenfassung
Systemiker/innen verfügen über viele Beratungs- und Interventionsmethoden. Sie orientieren sich in der Therapie, der Beratung und im Kontext der Sozialarbeit an den Ressourcen der Klienten. Dennoch machen auch Systemiker/innen die Erfahrung, dass ihr methodisches Vorgehen mit Skepsis beurteilt wird. Der Beitrag stellt einige Strategien des Umgangs mit "Misserfolgen", die systemischen Tröstungen, vor.

Schlagwörter: Tröstungen – (Umgang mit) Misserfolge(n) – Troststrategien – Selbstreflexion – Perspektivenwechsel

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Systemic consolations
Summary
Systemic counsellors have many counselling and intervention methods at their disposal. In therapy, counselling and as social workers they concentrate on the clients' resources. Nevertheless, they are experiencing that their methodical procedure is met with scepticism. This article presents strategies of dealing with "failures": systemic consolations.

Keywords: consolations – (dealing with) failures – consolation strategies –self-reflection – change of perspective

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Der Mann als Gefahrenquelle – Beratungsherausforderungen im postpatriachalen Zeitalter
Jochen Schweitzer-Rothers

Zusammenfassung
Manche Vorteile des Mannseins scheinen im Verschwinden begriffen. Durch die technische und gesellschaftliche Entwicklung seiner ehemals nützlichen Arbeits- und Kampffunktionen weitgehend entledigt, droht der männliche Körper nun für sich selbst wie für andere vermehrt zur Gefahrenquelle zu werden. Männer und Jungen als Problemfälle in Therapie, Beratung und Pädagogik: Welche geschlechtsspezifischen Lösungsansätze werden hierzu angeboten? Der Beitrag bietet eine Übersicht zu sehr unterschiedlichen Interventionsformen und konzentriert sich dann auf zwei Fragen: Wie überschüssige männliche Körperkräfte nicht nur bekämpft und sediert, sondern auch zu produktiver und spaßmachender Nutzung angeregt werden können. Und wie Fachleute mit ihrem eigenen Körpererleben sich bestmöglich bedrohlichen Situationen mit ihren männlichen Klienten stellen können.

Schlagwörter: Männer und Jungen – Gewalt – Körperrituale – Körpererleben von Therapeuten – Deeskalation

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Dangerous men: A challenge to mental health professionals in post-patriarchial times
Summary
Some advantages of the male species seem to disappear. Having lost its usefulness due to technological and societal changes, the male body may now become a source of danger to himself and others. Men and boys as problem cases in therapy, counselling and education: what gender-specific solutions are offered? This article provides an overview on different professional approaches and focuses on two questions: How can saperflouns male body power be not only contained and tranquillized, but become stimulated towards a productive and pleasurable use? And how can professionals, with their own specific body experience, best approach male clients in threatening situations?

Keywords: men and boys – violence – body rituals – therapists body experience – deescalation

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