Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie - DGSF

Der berufsübergreifende
Fachverband für Systemische Therapie,
Beratung und Supervision

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Zusammenfassungen KONTEXT 2005 01

Last modified 18.05.2005 12:44

Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie

Band 37 | 2005 | Heft 1

Inhalt

AUS DER PRAXIS

Céline Döhnert, Ralf Heinrich, Dorothea Illi, Sabine Schulz und Cathrin Wiesner-Schütze

Das Systemische in der Weiterbildung erfahren – Oder: Was bewirkt was bei wem?
Experiencing the systemic continuing education – What effects a change for whom?

Zusammenfassung
Der Beitrag basiert auf der Abschlussarbeit des Aufbaukurses I/01 im Rahmen der Weiterbildung zur/m Systemischen Familientherapeut/in am Berliner Institut für Familientherapie (BIF e. V.) und fasst die wesentlichen Aussagen der genannten Arbeit zusammen. Er beschäftigt sich mit der Reflexion des persönlichen Entwicklungsprozesses der Weiterbildungsteilnehmer/ innen während der vierjährigen Weiterbildung. Der einführende theoretische Teil fokussiert allgemeine Wirkfaktoren der Psychotherapie sowie im Besonderen die der Systemischen Therapie. Unter Berücksichtigung der Fragestellung, welche Faktoren in der systemischen Weiterbildung bei der Entwicklung der Therapeut/inn/enrolle wirksam waren, entwickelten wir einen entsprechenden Interviewleitfaden, bestehend aus sieben offenen Fragestellungen, die in dem »Problemzentrierten Interview« nach Witzel (1985) zum Einsatz kamen. In der Auswertung eruierten wir, welche Elemente für die Ausbildung der Therapeut/inn/enrolle wirksam waren. Die für uns wesentlichen Elemente in der Weiterbildung ließen sich in fünf unterschiedliche Bereiche kategorisieren: »Theoretische Konzepte«, »Einfluss der Lehrtherapeut/inn/en«, »Gruppenarbeit«, »Therapeutische Arbeit« und »Selbsterfahrung«. Wir kamen einerseits zu dem Ergebnis, dass es eine unterschiedliche subjektive Gewichtung hinsichtlich der Bedeutsamkeit der genannten Faktoren gibt, andererseits konnten diese in ihrer Gesamtheit als wesentlich für die Entwicklung der Therapeut/inn/enrolle betrachtet werden. Der Auswertungsprozess wurde abschließend mittels der Methode der Gruppendiskussion reflektiert. Im Fazit zeigte sich deutlich, dass der im Weiterbildungskontext für das therapeutische Arbeiten erforderliche intrapersonelle Veränderungsprozess ähnlichen Wirkfaktoren unterliegt, wie die, die im therapeutischen Prozess allgemein wirksam sind.
Schlagwörter: therapeutische Wirkfaktoren – Reflexion des persönlichen Entwicklungsprozesses – Entwicklung der Therapeut/inn/enrolle – systemische Weiterbildung

Summary (engl.)
This article has been created on the basics of the examen of a systemic family therapy class at the Berliner Institut für Familientherapie (BIF e.V.). It is about the reflections of personal growing and learning in a four years class. First the focus is about what are general helpful items in therapy, second what are the essentials in systemic therapy and third what is needed in training for systemic therapy. We developed questions to interview the participants, the main questions were about theory and systemic conceptions, how is the influence of the teachers, about the influence to learn in a particular group, therapeutic work at the institute and selfexperience. As a result the members of the course answered very different, but all inclusive the answers were relevant to think about what is important to teach and learn systemic therapy. As another result the groupmembers considered that the same methods and interventions that are relevant in systemic therapy are also important in teaching systemic therapy.
Key words: therapeutic interventions – reflection and selfexperience of personal growing – development of therapeutic personality – teaching of systemic therapy

Dörte Foertsch

Relative Autonomie – Das Konzept der Live-Supervision als Systemisches Weiterbildungsmodell zum Systemischen Therapeuten und Berater
Relative autonomy – Live-supervision as a model to learn systemic therapy

Zusammenfassung
Die therapeutische Arbeit im so genannten Zweikammersystem mit der Möglichkeit zur Teamarbeit und Live-Supervision ist ein komplexes System, in dem qualifizierte Therapien schon im Rahmen der Weiterbildung zum Systemischen Therapeuten durchgeführt werden können. Dieses Konzept garantiert in vielfacher Hinsicht die Anwendung systemischer Grundideen für eine Weiterbildung zum Systemischen Therapeuten und Berater. Der zeitliche und technische Aufwand ist dabei umfangreich, demgegenüber verspricht aber die intensive Lernerfahrung und die Teamentwicklung einerseits und die Therapie durch ein Team mit aller Perspektivenvielfalt und Live-Supervision mit einem Lehrtherapeuten andererseits ein hochqualifiziertes systemisches Arbeiten.
Schlagwörter: Selbsterfahrung – Lernen systemischer Grundhaltungen – Teamarbeit – Anforderungen an Lehrtherapeuten

Summary (engl.)
Therapeutic work using two rooms and the possibility to work within a team and livesupervision is a complex system to learn and teach systemic therapy. This model garantees using Systemic Ideas to educate therapists and accountants. The requests towards time and technical equipment are quite intensive, but promise intensive experiences in learning doing therapy and getting an idea of teamwork.
Key words: selfreflection – learning about systemic attidudes – teamwork – requests towards teaching systemic therapy

Wolf Ritscher und Angelika Iser

Systemische Teamsupervision
Systemic team-supervision

Zusammenfassung
Zu Beginn des Interviews wird das Arbeitsfeld des Supervisors vorgestellt, dann die Elemente seines Supervisionskonzeptes. Im weiteren Verlauf werden Fragen zur systemischen Supervision in Teams an Hand eines Fallbeispiels aus der Supervision mit dem Stationsteam einer psychiatrischen Klinik diskutiert. Dabei werden auch die verwendeten Methoden der Supervision skizziert.
Schlagwörter: systemische Supervision – Team – Teamkonflikte – Teamsupervision – Psychiatrie

Summary (engl.)
At first the supervisor presents the area of his work and the elements of his concept. Special aspects of his practical work are discussed within a case of supervising a team in a psychiatric hospital. Part of the discussion is the description of methods, the supervisor is using within the process of supervision.
Key words: systemic supervision – team – team-conflicts – team-supervision – psychiatric hospital

Marc Schmid und Claudia Puk

Ressourcenorientiertes Gruppentraining für Eltern von Kindern mit hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten
Resources-orientated group training for parents of children with impulsive and oppositional behaviour

Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird ein Konzept für eine ambulant durchgeführte Elterngruppe vorgestellt. Verhaltenstherapeutische Ansätze (z. B. Positive Verstärkung, Belohnungssysteme, Rollenspiele) werden durch Ansätze aus anderen Elterntrainings und Methoden der lösungsorientierten Familientherapie ergänzt. Die wesentlichen Merkmale des hier vorgestellten Elterntrainings sind die Vermittlung eines ressourcenorientierten Verständnisses hyperkinetischer Symptomatik von Kindern sowie die Förderung positiver Eltern-Kind- Interaktionen. Dieses Elterntraining hat sich in der Praxis bewährt, die teilnehmenden Eltern zeigten in einer Nacherhebung eine große Zufriedenheit. In einem Prä-Post-Vergleich anhand eines unveröffentlichten standardisierten Anamnesefragebogens zeigten sich bei den geschulten Eltern stärkere Verbesserungen in den Bereichen Reaktion des sozialen Umfeldes, Leistungsverhalten, Sozialverhalten, Hyperaktivität, emotionale Labilität und Konzentrationsfähigkeit als bei einer herkömmlich behandelten (nicht-randomisierten) Wartekontrollgruppe (Methylphenidat, Elternberatung).
Schlagwörter: Elterntraining – externalisierende Störungen – Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens

Summary (engl.)
In this article, a concept for a parents’ group conducted on an out-patient basis is presented. Behavioural therapy approaches (e.g. positive reinforcement, reward systems, roleplaying) are supplemented with approaches from other kinds of parent training and methods of solution-orientated family therapy. The essential characteristics of the parent training presented here are the conveying of a resources-orientated understanding of impulsive symptoms in children and the promotion of positive parent-child interaction. This parent training has proven its worth in practice, with the participating parents expressing great satisfaction in a follow-up survey. In a pre-post comparison based on an unpublished standardised anamnesis questionnaire, the instructed parents showed more pronounced improvements in the areas of reaction of the social environment, performance, social behaviour, hyperactivity, emotional lability, and powers of concentration than in a conventionally treated (non-randomised) control group (methylphenidate, parent advice).
Key words: parent training – externalising disorders – impulsive disorder of social behaviour

Räusperatmosphärisches

Autorinnen und Autoren

Jürgen Linke (1951–2004)

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