Sicher im Internet
Kinder und Jugendliche sicher im Internet - Hinweise
Das Internet bietet immer mehr Möglichkeiten auch für Kinder und Jugendliche. Die Kehrseite dieser steigenden Zahl von Angeboten ist allerdings, dass gleichzeitig auch die Gefahren im Netz (etwa durch unseriöse Angebote) wachsen.
Kinder und Jugendliche deshalb vom Internet fernzuhalten würde ihnen allerdings nicht weiterhelfen. Sie könnten so bei Gleichaltrigen zu Außenseitern werden, und ihnen blieben die immer wichtiger werdenden grundlegenden Kulturtechniken einer modernen Gesellschaft verschlossen.
Die Gefahren auszublenden und Kinder und Jugendliche im Umgang mit dem Netz nicht zu unterstützen, wäre allerdings genauso problematisch. Das hieße die jungen Menschen Gefahren auszusetzen, ohne ihnen Schutzmöglichkeiten anzubieten.
Kinder und Jugendliche altersgemäß und kompetent im Internet zu begleiten wird somit immer mehr eine grundlegende Erziehungsaufgabe, bei der es jedoch auch seitens der Eltern und Pädagogen einer eigenen Auseinandersetzung mit den neuen Medien bedarf.
Die Gefahren im Internet sind auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt und so ist es wichtig einen Überblick zu bekommen, um ihnen angemessen begegnen zu können:
1.) Medienerziehung und Internet: Hinschauen und begleiten
Oft kennen sich Kinder und Jugendliche besser im Internet aus als ihre Eltern. Die aktive Auseinandersetzung der Eltern und Erzieher mit den neuen Medien, hilft auch den Kindern sich differenzierter und angemessener damit zu befassen.
Die 10 goldene Regeln zur Medienerziehung des
Portals "Schau hin!":
http://schau-hin.info/medienerziehung/internet/10-goldene-regeln.html
Kostenlose
Broschüre (PDF): "Ein Netz für
Kinder - Surfen ohne Risiko":
Die
Broschüre ist in zwei Teile geteilt und enthält einen Elternteil und einen
Kinderteil:
www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=4712.html
Klicksafe.de setzt den Auftrag der Europäischen
Kommission um, "Internetnutzern die kompetente und kritische Nutzung von
Internet und Neuen Medien zu vermitteln und ein Bewusstsein für problematische
Bereiche dieser Angebote zu schaffen."
www.klicksafe.de/ueber-klicksafe
jugendschutz.net kontrolliert das
Internet und sorgt für die Einhaltung des Jugendschutzes. Aktuelle Infos und
Broschüren rund um das Themenfeld sind hier zu finden:
www.jugendschutz.net
2.) Technische Sicherung: Schutz bis ins Kinderzimmer
Die
Computer der Kinder und Jugendlichen müssen technisch gesichert werden, damit
es nicht zu einem ungewollten Ausspähen kommen kann. So wurde 2010 aufgedeckt,
dass unzählige Kinder zuhause heimlich über ihre Webcams gefilmt wurden, indem
jemand Schadsoftware auf den Rechnern der Kindern eingeschleust hatte.
Nachfolgend Infos helfen die PCs
sicherer zu machen und den Gefahren des Internets aktiv zu begegnen:
www.sewecom.de/pc
www.bsi-fuer-buerger.de
3.) Bewusster Umgang mit Informationen: Datenschutz
Persönliche Daten im Internet zu veröffentlichen kann ungeahnte Nachteile bringen. Deshalb sollten die Kinder und Jugendlichen sensibilisiert werden in Bezug auf das, was sie von sich bekannt geben können und was sie besser für sich behalten. Insbesondere in den sogenannten "Sozialen Netzwerken" ist Vorsicht geboten:
www.verbraucher-sicher-online.de/thema/soziale-netzwerke
("Verbraucher sicher online" ist ein Projekt der Technischen Universität Berlin mit zahlreichen Informationen zur sicheren Internetnutzung - beispielsweise beim Online-Banking -, den sicheren Umgang mit Computern - etwa Datensicherung- und Datenlöschung - oder Barrierefreiheit.)
4.) Gesichertes Chatten und Surfen bei kleineren Kindern
Für kleinere Kinder gibt es die Möglichkeit Kinderschutz-Software zu installieren, so dass die Kinder nur auf kindgerechte Seiten gelangen können:
Kinderschutz-Software von
"fragFinn.de":
www.fragfinn.de/kinderliste/eltern/kinderschutz/schutzsoftware.html
Seriöse Chat- und Messenger-Angebote für Kinder:
www.seitenstark.de/chat
www.kinder-messenger.de
5.) Jugendliche altersgemäß sensibilisieren
Jugendliche kennen sich mit den Gefahren des Netzes zumeist weniger aus als sie selbst denken. Sie sollten deshalb sensibilisiert werden für mögliche Probleme. Das nachfolgende Lehrmaterial vermittelt die zentralen Grundlagen.
Das Lehrmaterial von "Klick-Safe" auf
der ECDL-Lernplattform:
Sicherheit
und - Know How für junge User (Inklusive Zertifizierungsmöglichkeit):
www.ecdl-moodle.de/course/category.php?id=17
www.ecdl-moodle.de/course/view.php?id=59
Das Zertifikat KlickITsafe für junge User:
www.dlgi.de/klickitsafe
(Zusammenstellung DGSF-Mitglied Joachim Wenzel)

