Sie sind hier: Startseite / Benutzer / Sobi - Sozialpädagogisches Bildungswerk / Gezeiten. Sterben und Tod aus systemischer Sicht
Print

Gezeiten. Sterben und Tod aus systemischer Sicht


Workshops/Seminare

Matthias Mißfeldt, Pfarrer und Klinikseelsorger am Klinikum Westfalen, Leiter des Fachbereichs Seelsorge und Beratung des Kirchenkreises Dortmund. Supervisor (DGSv), NLP-Master, TraumaReleaseExercises (TRE). Schwerpunkte: Prozess- und Organisationsentwicklung, Arbeit mit Einsatzkräften, Klinische Ethik.

Kommen und Gehen. An den Küsten können wir Ebbe und Flut im wechselnden Rhythmus unmittelbar wahrnehmen. Sterben und Tod sind dagegen nicht mehr Bestandteil gesellschaftlicher Wahrnehmung. Die moderne Medizin und die mit ihr historisch einmalig gesteigerte Lebenserwartung tragen dazu bei. Die eigene Endlichkeit wird verdrängt. Der unablässige Fluss des eigenen Bewusstseins gibt das Gefühl, dass es immer so weiter gehen wird. Das Sterben und der Tod des/der Anderen wird an dafür zuständige „Profis“ im Hospiz- und Palliativbereich abgegeben. Gleichzeitig nimmt aber die Notwendigkeit, sich für sich selbst und für die nahen Angehörigen mit der Gesamtthematik zu beschäftigen, zu. Patientenverfügung - Gesundheitliche Vorausplanung, in der angloamerikanischen Fachterminologie „AdvanceCarePlanning“, wenn's für mich ernst wird, was möchte ich dann eigentlich für mich noch - sind dabei aktuelle Stichworte. Wie geht Sterben eigentlich? Was kann ich im Sinne „Letzter Hilfe“ für andere tun? Wie gelingt es mir, die Ohnmacht des endgültigen Abschieds auszuhalten und vielleicht sogar zu gestalten? Was ist hilfreich in Trauer und was gibt mir Trost? Wie möchte ich mal begraben werden und was sollte ich dabei beachten? Neben umfassenden Informationen aus Medizin, Pflege und Recht erkunden wir in systemischen Strukturaufstellungen die eigene Haltung und Spiritualität und vergewissern sie. Die Nähe zu Sterben und Tod zu suchen und zuzulassen, macht - gelegentlich - ungeheuer lebendig. Der „systemische“ Blick auf Leben und Tod lädt ein, dem nachzuspüren, dass alles mit allem zusammenhängt. In dieser Welt und vielleicht auch in der nächsten. Sterben ist in dieser Sicht ein Transformationsprozess; Sterben ist auch Sterben Können und womöglich auch Wollen, nicht nur ein Schicksal, das uns als Geschöpfen im Kreislauf von Werden und Vergehen auferlegt ist, sondern auch eine Ressource und Verwandlungsmöglichkeit und -aufgabe. Die Teilnahme am Seminar braucht die Bereitschaft, viele Informationen aufzunehmen und gleichzeitig sich mit eigener Selbsterfahrung auf das Thema Abschiedlichkeit einzulassen.

16

Nordrhein-Westfalen

48143

Münster, Nordrhein-Westfalen

Achtermannstraße 10-12

01.02.2020 10:00

02.02.2020 18:00

Termin: 1./2.2.20, Sa/So 10.00 - 18.00 Uhr. Kosten: 191/157€. Anmeldung und weitere Infos: www.sobi-muenster.de, 0251-511177, info@sobi-muenster.de

Nein