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Selbsterfahrung - Reflexion 360°: Gefühle und innere Leitsätze


Workshops/Seminare

Brigitte Ott

Alle Interessierten an Selbsterfahrung. Die Selbsterfahrungsworkshops werden von systemischen Lehrenden durchgeführt und können bei systemischen Langzeitfortbildungen (z.B. Systemische Beratung und Therapie) anerkannt werden. Wenn Sie nicht Teilnehmer_in einer Fortbildung des PPSB-Hamburg sind, sprechen Sie dies bitte vorher mit Ihrem Institut individuell ab.

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Hamburg

22765

Hamburg

Max-Brauer-Allee 100

17.09.2021 09:00

18.09.2021 16:30

Für alle Menschen, die in ihren Arbeitszusammenhängen mit Menschen arbeiten, ist es aus unserer Sicht hilfreich, sich mit eigenen Leitsätzen und Strategien auseinanderzusetzen. Wir möchten einen konstruktiven Rahmen dafür bieten. Gefühle und innere Leitsätze: Gefühle sind höchst individuelle Gebilde, die durch die persönliche Lebensgeschichte geprägt sind. Unser Umgang mit bestimmten Gefühlszuständen ist durch spezifische (Lern-)Erfahrungen gefärbt und läuft nach individuellen Mustern ab. Jeder Mensch blickt auf eine ganz eigene „Gefühlsbiografie“ oder „Gefühlsgeschichte“ zurück. In dieser spiegeln sich die Begegnungen wider, die ein Mensch im Laufe eines Lebens mit Gefühlen hat und die inneren Leitsätze und spezifischen Reak¬tionsmuster, die sich aus diesen Begegnungen entwickeln. Wird ein Kind beispiels¬weise in eine Familie geboren, in der es ein hohes Gut ist, seine Gefühle deutlich zu zeigen, so wird ein als Angst beschriebener Affekt möglicherweise positiv konnotiert und das Sichtbar werden dieses Gefühls gelobt. Daraus könnte sich dann ein innerer Leitsatz entwickeln wie „Wenn ich meine Angst zeige, werde ich gesehen und mir wird geholfen.“. An diesen schließt sich dann ein in Begegnungen mit anderen offensiver Umgang mit dem Gefühl Angst an. Dies ist natürlich auch andersherum denkbar. Wird einem Kind (oder einem Erwachsenen) suggeriert, dass Angst ein Gefühl ist, dass man besser nicht zeigt und wird das Zeigen dieses Affektes negativ bewertet (oder ist gar gefährlich), könnte ein innerer Leitsatz entstehen wie „Indianerherz zeigt kein Schmerz“ und im Kontakt mit anderen wird Angst nicht sichtbar gemacht. Diese beiden hier vereinfacht beschriebenen „Gefühls¬geschichten“ sind das Ergebnis von Reaktionen eines Menschen auf die unmittelbaren Umstände, in denen seine Gefühle aktiv werden und sie helfen ihm, mit der Komplexität der Welt umzugehen und sein Überleben in dieser zu sichern. Wird ein solches „Gefühlschema“ jedoch als problematisch und blockierend erlebt, ist es wichtig, die „Gefühlsempfindung“ in Verbindung mit der individuellen „Gefühlsgeschichte“, den mit dieser verbundenen inneren Leitsätzen und Reaktionsmustern genauer zu betrachten. So wird eine Unterbrechung dieser Muster und ein neues Kapitel im Buch „Mein Umgang mit meinen Gefühlen“ ermöglicht.

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DGSF-anerkannte Weiterbildungsgänge

Stand: 01.03.2021 15:26