Sie sind hier: Startseite / Aktuell / Meldungen / Evaluation des Mediationsgesetzes
Print

Evaluation des Mediationsgesetzes

Veröffentlicht: 24.10.2017, aktualisiert: 24.10.2017
Die Bundesregierung hat im Juli einen Bericht über die "Auswirkungen des Mediationsgesetzes auf die Entwicklung der Mediation in Deutschland und über die Situation der Aus- und Fortbildung der Mediatoren" veröffentlicht. Verbände waren aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen bis Ende September.

Die Evaluation des Gesetzes erfolgte durch das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (Speyer) im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Die DGSF hat auf eine ausführliche Stellungnahme verzichtet und sich in ihrer Antwort auf einige Anmerkungen beschränkt, zum Beispiel den Hinweis, dass eine Mediationskostenhilfe zur häufigeren Nutzung insbesondere von Familienmediation beitragen könne.

Für den Bericht wurden die Entwicklung der Mediation und die Situation der Aus- und Fortbildung von Mediatoren in Deutschland untersucht. Wichtige Fragen waren dabei, ob es aus Gründen der Qualitätssicherung und des Verbraucherschutzes weitere gesetzgeberische Maßnahmen auf dem Gebiet der Aus- und Fortbildung von Mediatoren geben soll oder ob die Verbreitung der Mediation einer weiteren, auch finanziellen Förderung bedarf. Die Studie zeigt, dass die Zahl der durchgeführten Mediationen auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau verharrt und die Mediationstätigkeit eher geringe Verdienstmöglichkeiten bietet. Mehr als zwei Drittel der Mediatoren üben Mediation als Nebentätigkeit oder nur ausnahmsweise aus. Im Hinblick auf die Entwicklung des Mediationsmarkts besteht bei den Befragten eine große Unzufriedenheit und von der Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ wird keine oder eine eher geringe Auswirkung auf die Nachfrage nach Mediation erwartet. Auch wenn die befragten Mediatorinnen und Mediatoren große Erwartungen an eine Mediationskostenhilfe haben, rät der Evaluationsbericht nicht zu einer „allgemeinen, bereichsunabhängigen Regelung zur Mediationskostenhilfe“.

Weitere Informationen:

Evaluationsbericht

Schreiben der DGSF vom 29. September an das Bundesjustizministerium

Stellungnahme der BAFM

Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer

Infos zur Mediation auf der Website schlichtungs-forum.de, dort eine Nachricht zum Evaluationsbericht mit Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

 

Aktuelle Meldungen RSS
06.12.2018

Psychotherapeuten-Petition gegen TSVG

Die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Deutschen Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung hat das Quorum erreicht, das notwendig ist, damit eine Petition öffentlich beraten wird. […]

01.12.2018

"Geförderte" Tickets für die Jahrestagung 2019

Die DGSF und der Veranstalter der kommenden Jahrestagung – Hamburgisches Institut für Systemische Weiterbildung (hisw) – fördern die Teilnahme an der Jahrestagung im September 2019 für gering verdienende DGSF-Mitglieder. […]

29.11.2018

Anerkennung der Systemischen Therapie

Vor einer Woche hat der Gemeinsame Bundesauschuss seinen Beschluss zur Systemischen Therapie gefasst: Nutzen und medizinische Notwendigkeit sind anerkannt für die Systemische Therapie als Psychotherapieverfahren bei Erwachsenen. Ein historischer Tag für die systemische Szene – so DGSF-Vorsitzender Björn Enno Hermans, der bei der Entscheidung in Berlin dabei war. […]

28.11.2018

Erstzugang zur Psychotherapie erhalten – Petition unterzeichnen

Mit dem Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (TSVG) plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die freie Wahl einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten durch eine „gestufte Versorgung“ einzuschränken. Die DGSF unterstützt die von Psychotherapeutenverbänden gestartete Petition, die sich für die Ablehnung des Entwurfs einsetzt und noch bis zum 13. Dezember gezeichnet werden kann. […]

Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen verbessern
27.11.2018

Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen verbessern

Bessere Zusammenarbeit ist notwendig. Das ist ein Fazit der jugendpolitischen Fachtagung "Chancen, Risiken und Nebenwirkungen in der Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen" mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 26. November 2018 im Maternushaus in Köln. Zur Tagung geladen hatte die DGSF zusammen mit den den vier Bundesfachverbänden für Erziehungshilfen AFET, IGfH, EREV und BVkE. […]

Weitere Nachrichten …