Sie sind hier: Startseite / Aktuell / Meldungen / Hilfeorientierter und kooperativer Kinderschutz
Print

Hilfeorientierter und kooperativer Kinderschutz

Veröffentlicht: 10.11.2017, aktualisiert: 10.11.2017
Die DGSF appelliert an eine neue Bundesregierung, die gesetzlichen Vorgaben für den Kinderschutz auch künftig hilfe- und kooperationsorientiert zu gestalten.

Das Fazit des aktuellen "Plädoyers für die gesetzliche Verankerung eines hilfeorientierten und kooperativen Kinderschutzes":

Das Handeln im Kinderschutz bleibt immer auch ein Handeln mit Risiko. Daher braucht es klare Abläufe und Verantwortlichkeiten, gut qualifizierte und belastbare Fachkräfte und geeignete Hilfsangebote, die dieser Komplexität gerecht werden.

Ein gelingender Kinderschutz, der sich an der UN-Kinderrechtskonvention orientiert, benötigt darüber hinaus einen authentischen Dialog und einen Vertrauensschutz zwischen den Beteiligten. Das Prinzip „Hilfe vor Eingriff“ muss weiterhin für den Gesetzgeber handlungsleitende Maxime bleiben!

Im Blick auf die beabsichtigten rechtlichen Änderungen zur „Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz“ sind die möglichen negativen Folgen für die Praxis zu bedenken und deshalb zunächst vorrangig die bisher geltenden rechtlichen Regelungen konsequent umzusetzen und weiter zu erproben. In gemeinsamen Fortbildungen von Berufsgeheimnisträgern und Fachkräften der Jugendhilfe mit selbstreflexiven Anteilen ist eine fallunabhängige Begegnung der Systeme verbindlich zu entwickeln, die auch eine größere Akzeptanz der insoweit erfahrenen Fachkräfte bewirken dürfte.

Die DGSF plädiert dafür, einen verbindlichen, interdisziplinären und systemübergreifenden Netzwerkaufbau für den Kinderschutz für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen gesetzlich zu verankern und diesen analog zu den „Frühen Hilfen“ über einen Bundesfonds entsprechend finanziell auszustatten. So könnten ein präventiver Ansatz und ein wirksamer Kinderschutz in den Organisationsstrukturen der Jugendhilfe altersunabhängig sichergestellt werden.

Zum vollständigen Text

Aktuelle Meldungen RSS
06.12.2018

Psychotherapeuten-Petition gegen TSVG

Die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Deutschen Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung hat das Quorum erreicht, das notwendig ist, damit eine Petition öffentlich beraten wird. […]

01.12.2018

"Geförderte" Tickets für die Jahrestagung 2019

Die DGSF und der Veranstalter der kommenden Jahrestagung – Hamburgisches Institut für Systemische Weiterbildung (hisw) – fördern die Teilnahme an der Jahrestagung im September 2019 für gering verdienende DGSF-Mitglieder. […]

29.11.2018

Anerkennung der Systemischen Therapie

Vor einer Woche hat der Gemeinsame Bundesauschuss seinen Beschluss zur Systemischen Therapie gefasst: Nutzen und medizinische Notwendigkeit sind anerkannt für die Systemische Therapie als Psychotherapieverfahren bei Erwachsenen. Ein historischer Tag für die systemische Szene – so DGSF-Vorsitzender Björn Enno Hermans, der bei der Entscheidung in Berlin dabei war. […]

28.11.2018

Erstzugang zur Psychotherapie erhalten – Petition unterzeichnen

Mit dem Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (TSVG) plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die freie Wahl einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten durch eine „gestufte Versorgung“ einzuschränken. Die DGSF unterstützt die von Psychotherapeutenverbänden gestartete Petition, die sich für die Ablehnung des Entwurfs einsetzt und noch bis zum 13. Dezember gezeichnet werden kann. […]

Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen verbessern
27.11.2018

Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen verbessern

Bessere Zusammenarbeit ist notwendig. Das ist ein Fazit der jugendpolitischen Fachtagung "Chancen, Risiken und Nebenwirkungen in der Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen" mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 26. November 2018 im Maternushaus in Köln. Zur Tagung geladen hatte die DGSF zusammen mit den den vier Bundesfachverbänden für Erziehungshilfen AFET, IGfH, EREV und BVkE. […]

Weitere Nachrichten …