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Marieke Born mit dem Systemischen Forschungspreis ausgezeichnet

Veröffentlicht: 13.09.2021, aktualisiert: 13.09.2021
Im Rahmen der DGSF-Videotage am 12. September wurde der Systemische Forschungspreis von DGSF und SG verliehen. Preisträgerin ist Marieke Born, ausgezeichnet wurde ihre Dissertation "Zur Bewältigung von Dilemmasituationen im Krankenhaus. Wie gehen mittlere Führungskräfte mit Ambiguitäten um und lässt sich der Umgang trainieren?"
Marieke Born mit dem Systemischen Forschungspreis ausgezeichnet

Marieke Born, Preisträgerin des Systemischen Forschungspreises 2021

Rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der DGSF-Videotage hatten sich zur Live-Eröffnung der DGSF-Videotage online zugeschaltet. Nach den ersten beiden Keynotes von Elisabeth Wagner, Wien, und Lucie Hornova, Brno, verliehen Matthias Ochs für die DGSF und Wolfgang Dillo für die SG den Forschungspreis. Live dabei in den "Kacheln" der Videokonferenz waren auch die DGSF-Vorsitzenden Anke Lingnau-Carduck und Filip Caby als Preisträgerin Marieke Born Ergebnisse ihrer Arbeit im Gespräch präsentierte.

Zur Arbeit:
Seit der Covid-19 Krise wird Krankenhauspersonal mit dem Prädikat „systemrelevant“ ausgezeichnet. So relevant das Personal für die Wahrung der Gesundheit in der Bevölkerung ist – seine eigene psychische Gesundheit ist unter den gegebenen Arbeitsbedingungen im Krankenhaus gefährdet. Einen spezifischen Stressor stellen organisationale Dilemmata (z. B. die Entscheidung zwischen Versorgungsqualität und Profitabilität) dar. Für solche Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen ist die Aufgabe von Führungskräften. In der Dissertation von Marieke Born ging es darum, zu untersuchen, welche Strategien mittlere Führungskräfte im Krankenhaus (Oberärzte*innen, Stationsleitungen, Leitungen im Bereich Service und Verwaltung) bisher im Umgang mit Dilemmata nutzen, ob sich ein bewusster Umgang anhand eines Trainings  schulen lässt, welche Auswirkungen dies auf das Umfeld hat und wann es nicht hilfreich ist. Je einstündige Prä- und Post-Interviews mit Trainingsteilnehmenden (N = 69 bzw. N = 56) und -abbrechenden (N = 13) wurden dazu inhaltsanalytisch ausgewertet. Eine quantitative Längsschnittuntersuchung evaluierte zusätzlich die Veränderung von Beanspruchungsmaßen, der Selbstwirksamkeitserwartung und der Ambiguitätstoleranz. Beobachtungsdaten (z. B. Zeitungsartikel) ergänzten die Auswertungen. Der Diskussionsteil ordnet das Forschungsdesign kritisch in bestehende Ansätze (z. B. RCT-Design) ein und macht deutlich, dass verhaltenspräventive Trainings systematische Herausforderungen individualisieren, wenn sie nicht auf Organisations- und gesellschaftspolitischer Ebene ergänzt werden.

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