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Multifamiliengruppen bei somatischer Erkrankung und Behinderung

Veröffentlicht: 26.01.2021, aktualisiert: 25.01.2021
Multifamiliengruppen und Multifamilientherapie sind auch im Bereich somatischer Erkrankung und Behinderung ein hilfreiches systemisches Angebot. Die DGSF hat eine empirische Studie dazu unterstützt, deren Abschlussbericht kürzlich auf der DGSF-Website veröffentlicht wurde. Verantwortlich für das Projekt war Andrea Goll-Kopka, Professorin an der SRH Hochschule in Heidelberg.

Der Abschlussbericht zu der empirischen Studie „Multifamiliengruppen als systemisches Angebot im Bereich somatischer Erkrankung und Behinderung: Vorbereitende Studie / Phase für eine mögliche Multicenterstudie“ wurde im Dezember 2020 auf der Internetseite der DGSF online gestellt. Die Studie wurde finanziert von der DGSF im Rahmen ihrer Projektforschungsförderung und der SRH Hochschule, Heidelberg.

Auszüge des Berichtes bilden ein Teilkapitel zur Forschung zu MFT im neuen Lehrbuch der Multifamilientherapie von Behme-Matthiessen, U. und Pletsch, Th. (Hrsg.) (1/2021) Lehrbuch der Multifamilientherapie. Grundlagen, Methoden und Anwendungsfelder. Heidelberg: Springer

Die Studie gibt einen Einblick in den derzeitigen Implementationsgrad der MFT im deutschsprachigen Raum in Hinblick auf Rahmenbedingungen, Grundlagen, inhaltliche Konzeptualisierung und Umsetzung der MFT aus Sicht der verantwortenden und gruppenleitenden Therapeuten und Therapeutinnen.

Die Studie baut auf drei Säulen auf: Durchführung einer Fragebogenstudie mit einer repräsentativen Grundgesamtheit von 87 verantwortenden Therapeut*innen von MFT im deutschsprachigen Raum, Durchführung einer Expertenfokusgruppe zu MFT mit 8 Experten*innen und der Weiterentwicklung eines Konzeptionsrahmens einer Multifamiliengruppe im Kontext somatischer Erkrankung und Funktionsbeeinträchtigung und Behinderung.

Diese drei Komponenten des Forschungsprojektes werden mit ihren Methoden zur Datengenerierung, Datenergebnissen und konzeptuellen Überlegungen dargestellt.

MFT Therapeutinnen und Therapeuten sehen MFT als das Familientherapie Angebot an, das sich am konsequentesten auf den Einbezug aller Familienmitglieder einlässt, das heißt Kinder als feste, miteinbezogene Zielgruppe im Blick hat und diesen deutlich eine aktive Teilnahme ermöglicht durch den festen Einbezug erlebnisorientierter Methoden. MFT wird als das systemische Angebot benannt, welches einen partizipativen, transparenten Mehrgenerationenansatz verfolgt. Die konsequente Verankerung und Umsetzung der MFT in der jeweiligen Institution hat einen deutlichen positiven Einfluss auf die Kommunikation, Strukturen und Haltungen im Team hin zu mehr Offenheit, Transparenz und je nach Zielgruppe auch hin zu mehr Freude und Spaß beim Arbeiten und zu einem partizipativeren Umgang mit den jeweiligen Familien in den Institutionen.

Zum Abschlussbericht

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