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Richtlinienverfahren werden vom G-BA nicht weiter geprüft

Veröffentlicht: 03.01.2020, aktualisiert: 03.01.2020
Am 19. Dezember 2019 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, sein Bewertungsverfahren für die schon bislang gemäß der Psychotherapie-Richtlinie zugelassenen Psychotherapieverfahren einzustellen. Zuvor hatte der G-BA am 22. November die Systemische Therapie (für Erwachsene) als neues Richtlinienverfahren anerkannt.

Der G-BA begründete seinen Beschluss unter anderem mit der Komplexität und dem hohen Aufwand des Bewertungsverfahrens, das aufgrund der Anerkennung der Systemischen Therapie nachrangig geworden sei. 2008 hatte sich der G-BA zu einer neuen Methodenbewertung für die damals bereits zur Versorgung gesetzlich krankenversicherter Erwachsener zugelassenen Verfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie und Verhaltenstherapie verpflichtet.

2013 hatte der G-BA sein Beratungsverfahrens zur Bewertung der Systemischen Therapie bei Erwachsenen eingeleitet. Am 22. November 2018 hat der G-BA „Nutzen und die medizinische Notwendigkeit“ der Systemischen Therapie als Psychotherapieverfahren bei Erwachsenen anerkannt und Systemische Therapie am 22. November 2019 als neues Richtlinienverfahren in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen. Der G-BA stützte sich bei seinen Beschlüssen auf eine umfangreiche Nutzenbewertung für die Systemische Therapie durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen  (IQWiG)

 

G-BA-Beschluss vom  22.11.2018  (Anerkennung des Nutzens und der medizinischen Notwendigkeit als Psychotherapieverfahren)

G-BA-Beschluss vom  22.11.2019 (Psychotherapie-Richtlinie: Systemische Therapie bei Erwachsenen)

Nutzenbewertung beim IQWiG (Systemische Therapie bei Erwachsenen als Psychotherapieverfahren)

 



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