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Suizidprävention

Veröffentlicht: 15.04.2020, aktualisiert: 15.04.2020
Die DGSF hat sich bereits vor Jahren dem Nationalen Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) Deutschland angeschlossen. Im vergangenen November hat sie ihre Mitarbeit in der neu konstituierten "Allianz für Suizidprävention" des NaSPro bestätigt. Hier jetzt ein kurzer Bericht.

Allianz für Suizidprävention – Die Zukunft der Suizidprävention in Deutschland

Am 07.11.2019 fand in Berlin die Versammlung der Allianz für Suizidprävention mit Wahlen der Mitglieder für die Steuerungsgruppe im Rahmen der Jahrestagung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) für Deutschland statt. Die DGSF ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des NaSPro und unterstützt dadurch als Mitglied die Exekutivgruppe, die nun mit neuer Struktur in die „Allianz für Suizidprävention“ überführt wurde. Das NaSPro wurde 2001 aus einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention heraus in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Beteiligung des Bundesministeriums für Gesundheit gegründet.

Vor dem Hintergrund, dass Suizidalität ein komplexes menschliches Phänomen ist und Suizidprävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt, ist das Kernelement der Allianz für Suizidprävention die Kooperation von Expert*innen aus dem Bereich der Suizidprävention mit Expert*innen aus dem Bereich der unterschiedlichen Interventionsbereiche. Da die Zahlen der Suizide in Deutschland im dritten Jahr in Folge gesunken sind, bleibt der Ausbau suizidpräventiver Angebote und die Stärkung bestehender Strukturen weiter im Fokus.

Als entsandte der DGSF nahm Martina Nassenstein, die sich aktiv mit den Möglichkeiten der Suizidprävention in systemischen Kontexten beschäftigt, an der Jahrestagung teil. Durch die Teilnahme hat die DGSF ihr Interesse bekundet, die Suizidprävention aktiv verbandsintern zu fördern und ihre Expertise in die Arbeitsgruppen des NaSPro einzubringen. Die Teilnahme wurde ausdrücklich begrüßt, da somit die Perspektive, dass monokausale und lineare Erklärungsmodelle der Psychodynamik suizidalen Verhaltens nicht gerecht werden, gestärkt wird.

Weitere Informationen zur Arbeit des NaSPro: https://suizidpraevention-deutschland.de/

(mn)