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Systemische Therapie auch für Kinder und Jugendliche zulassen

Veröffentlicht: 04.05.2021, aktualisiert: 04.05.2021
Sebastian Baumann, DGSF-Mitglied und Vorstandsbeauftragter Psychotherapie der SG, kritisiert in seinem gestrigen Kommentar im "Observer Gesundheit", dass der Gemeinsame Bundesausschuss immer noch keinen Antrag auf Methodenbewertung für Systemische Therapie bei Kindern und Jugendlichen gestellt hat – angesichts der Pandemiefolgen gerade für Kinder und Jugendliche vollkommen unverständlich.
Systemische Therapie auch für Kinder und Jugendliche zulassen

Sebasttian Baumann im Observer Gesundheit

Baumann fragt in seinem Beitrag "7 Monate sind genug! Warten auf die Systemische Therapie für Kinder und Jugendliche trotz Ankündigung des G-BA" wie es möglich sei, dass sich der G-BA angesichts der "dramatischen Lage" noch immer nicht dazu durchringen konnte, den Antrag auf Methodenbewertung der Systemischen Therapie für Kinder und Jugendliche zu stellen. Immerhin handele es sich bei der Systemischen Therapie um ein Psychotherapieverfahren, „das den sozialen Beziehungen innerhalb einer Familie oder Gruppe eine besondere Relevanz für die Entstehung einer psychischen Erkrankung' beimisst", wie es in einer Pressemitteilung des G-BA vom 22. November 2019 heißt.

"Tagtäglich bekommen wir vor Augen geführt, wie mit dem fehlenden Schulbesuch auch die Tagesstruktur der Kinder und Jugendlichen aus den Fugen gerät", so Baumann. Die Konflikte in Familien, die auf engstem Raum im Lockdown sitzen, befeuerten ungesunde Verhaltensweisen, die dann chronifizierten. "Viele Familien sind am Ende und wissen sich selbst nicht mehr zu helfen. Für die Auswirkungen der Pandemie kann hier keiner etwas; dafür, die Kinder und Jugendlichen im Regen stehen zu lassen schon. … 8-jährige, die mit ihren Familien Hilfe benötigen, rufen nicht zu Demonstrationen vor dem G-BA auf."
Fertig ausgebildete Systemische Familientherapeutinnen und Familientherapeuten stünden bereit, dürften ihre therapeutische Hilfe aber nicht abrechnen. Dabei könnten gerade sie "mit ihrer sektorübergreifenden Kooperation zu den Kolleginnen und Kollegen aus der Jugendhilfe für vernetzte Hilfe sorgen".

Zum vollständigen Kommentar von Sebastian Baumann

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