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Zertifizierter Mediator – Rechtverordnung tritt zum September in Kraft

Zuletzt verändert: 19.05.2017
Am 1. September 2017 tritt die bereits im August 2016 erlassene Rechtsverordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren in Kraft. Die Verordnung, abgekürzt ZMediatAusbV, beruht auf dem seit 2012 geltenden Mediationsgesetz, mit dem in Deutschland die EU-Mediationsrichtlinie von 2008 umgesetzt wurde.

Die Rechtverordnung soll die Qualität von Mediation und das Vertrauen in Mediationsverfahren stärken. Ab September darf sich „zertifizierter Mediator“ nennen, wer eine Mediationsausbildung im Umfang von mindestens 120 Präsenzzeitstunden absolviert und spätestens ein Jahr nach dessen Abschluss einen praktischen Mediationsfall bearbeitet hat und supervidieren lässt. In den zwei darauf folgenden Jahren müssen weitere vier Mediationsfälle akquiriert und supervidiert werden, in Vierjahresintervallen sind jeweils Fortbildungen im Umfang von 40 Zeitstunden vorgeschrieben. Für schon tätige Mediatorinnen und Mediatoren sieht die Rechtsverordnung Übergangsregelungen vor. Eine Überprüfung der „zertifizierten Mediatoren“ durch eine unabhängige Stelle ist nicht vorgesehen. Da es sich somit um eine „Selbstzertifizierung“ handelt, ist fraglich, ob die Verordnung tatsächlich zur Qualifizierung des Mediationsmarktes führen wird. Die Weiterbildungsrichtlinien der DGSF und die Richtlinien der großen Mediationsverbände gehen weit über die Mindeststandards für den „zertifizierten Mediator“ hinaus. Die Bezeichnungen „Mediator“ oder „Mediatorin“ sind auch künftig nicht gesetzlich geschützt.

Weitere Infos:

DGSF-Fachgruppe Mediation

DGSF-Richtlinien Mediation

Portal mit Infos zur Zertifizierung der Mediatoren beim Wolfgang Metzer Verlag: (www.mediationaktuell.de)

Infos bei der Centrale für Mediation (www.centrale-fuer-mediation.de): Zertifizierungs-Verordnung für Mediatoren und Hintergründe zum Mediationsgesetz 

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