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Out of the Box – Sex and Gender: Systemisches Arbeiten intersektional

Die Regionalgruppe Bochum/östliches Ruhrgebiet und die Fachgruppe Systemische Paar- und Sexualberatung laden zum gemeinsamen Online-Fachtag ein. (Der Fachtag war bereits für das Oktober 2020 geplant und wurde auf Mai 2021 verschoben.)
Wann 28.05.2021
von 00:00 bis 00:00
Wo online/weltweit
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Die Regionalgruppe Bochum/östliches Ruhrgebiet und die Fachgruppe Systemische Paar- und Sexualberatung laden zum gemeinsamen Online-Fachtag ein.

Termin: 28. Mai 2021
Achtung: Der Fachtag goes online und wird jetzt zu „Out of the Box DAYS- digital“. Wir planen den Vortrag von Mai Anh Boger und die Podiumsdiskussion wie gehabt am 28. Mai. In den darauffolgenden fünf Tagen könnt ihr dann bei den verschiedenen Online- Workshops mitmachen. Nähere Infos bald. Den Inhalt der Veranstaltung kann man solange in der alten Ausschreibung nachlesen: Zur Ausschreibung mit Veranstaltungsprogramm.

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Out of the Box – Sex and Gender: Systemisches Arbeiten intersektional

Unser Alltag, unser systemisches Arbeiten ist ein beständiger Fluss von Beobachtungen und Unterscheidungen. Im Kontext der bürgerlichen Familie sind seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Unterscheidungen von weiblich/männlich, heterosexuell/homosexuell, cis/trans* besonders bedeutungsvoll und wirkmächtig geworden. Aus Unterscheidungen wurden Begriffe, aus Begriffen wurden Zuschreibungen, aus Zuschreibungen wurden Identitäten. Identitäten wiederum markieren die Grenzen von Inklusion/Exklusion, von Privilegierung/De-Privilegierung. Wir finden uns wieder in „unserer“ Identitäts-Box – wissen wir noch, ob wir diesen Ort der Zugehörigkeit selbst gewählt haben, oder ob wir einer gesellschaftlichen Zuschreibung, einem gesellschaftlichen Zwang gefolgt sind?

Geschlechter, ebenso wie sexuelle und geschlechtliche Identitäten sind einerseits alltägliche, wenn auch oft unsichtbare sozialwissenschaftlich messbare Wirklichkeiten. Andererseits assoziieren sie anziehende und abschreckende innere Bilder des Anderen und Fremden. Fragen um die Anerkennung marginalisierter Gruppen stehen gerade in jüngster Zeit wieder stark im Fokus des öffentlichen Interesses. Die Verhandlung von Geschlecht, insbesondere queerer Lebenspraxen dringt von akademischen Zirkeln über verfassungsrechtliche Entscheidungen und die Gesetzgebung zur Ehe für Alle oder zum Personenstandsrecht ins gesamtgesellschaftliche Normen- und Wertegefüge ebenso ein, wie in den Alltag sozialer Institutionen und systemischer Praxis.

Auch wenn systemische Fachleute der Prämisse der „Perspektivenvielfalt“ verpflichtet sind, beobachten wir, dass das Themenfeld Sex and Gender auf der einen Seite zu Interesse, Bewunderung und sozialem Engagement und auf der anderen Seite zu Unbehagen, Distanzierungen und Abwertungen einlädt.

Gemeinsam wollen wir uns auf der Basis unserer Lebensgeschichten und unserer systemischen Professionalität öffnen für hilfreiche Fragen – egal, woher wir kommen:

  • Wie können wir unseren eigenen diskriminierenden Mindsets in Bezug auf Sex, Gender, Befähigungen, Herkünfte etc. auf die Spur kommen?
  • Wie steht es um die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen den Unterscheidungen, die unseren Beobachtungen folgen?
  • Wozu ist es gut, unsere dominierenden Denk- und Glaubenssätze in Frage zu stellen?
  • Wie bringen wir uns selbst in die Lage, Menschen sowohl differenzsensibel als auch differenzkritisch zu begegnen?
  • Wie können wir einen intersektionalen Blick schulen, der uns hilft, in unserer systemischen Praxis sensibler für Mehrfachdiskriminierungen zu werden?
  • Was ermöglicht es uns, Geschlechter und Identitäten als soziale Konstruktionen zu begreifen, die uns freier machen dafür, miteinander anschlussfähig zu bleiben?
  • Was brauchen systemische Berater*innen, Therapeut*innen, Coaches und Supervisor*innen, heute, um Menschen bei ihrer sexuellen und geschlechtlichen Emanzipation zu unterstützen?
  • Wie können unsere eigenen Positionierungen hilfreich werden für das Joining mit unseren Adressat*innen?

Wir wünschen uns einen Fachtag, an dem wir achtsam und empowernd zusammen arbeiten, respektvoll mit Grenzen umgehen, Diskriminierungen sensibel erkennen, als solche benennen und systemisch verändern lernen.

Ansprechpartnerinnen für die Fachgruppe:
Mirjam Faust und Lisa Frings
E-Mail:

Kontakt zur Regionalgruppe
Gunda Busley, Marina Hambach und Lena Sauerland
E-Mail:



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