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Wenn die Welt verrückt wird – Seelsorge in der Psychiatrie

Die Fachgruppe Systemische Beratung in seelsorglichen Kontexten (Systemische Seelsorge) lädt zum Fachtag ein!
Wann 25.10.2019
von 10:00 bis 16:00
Wo Castrop-Rauxel
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Am 25. Oktober 2019 laden wir, die Fachgruppe Systemische Beratung in seelsorglichen Kontexten (Systemische Seelsorge), in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel – Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie zu einer Fachtagung ein. Thema: "Wenn die Welt verrückt wird – Seelsorge in der Psychiatrie".

Zum Veranstaltungsflyer und zur Anmeldung

Wenn die Welt verrückt wird – Seelsorge in der Psychiatrie

Wird die Welt verrückt? Wird der Mensch an oder in der Welt verrückt? Wer verrückt da eigentlich was oder wen? Und wie? So lässt sich trefflich spekulieren und letztlich muss die Psychiatrie als Teil des Systems der Medizin die Differenz gesund / krank beobachten, um verrücktes von unverrücktem zu unterscheiden, um das Verrückte oder gar die Verrückten beschreiben und therapieren zu können. Die Psychiatrie hat es mit codiertem, identifizierbarem zu tun, sogar buchstäblich, denkt man an das ICD 10. Ihre zwei Funktionssysteme innerhalb des Systems der Medizin, die gesetzlich verpflichtende Aufbewahrung von Patienten und die Therapie, gehen paradoxerweise Hand in Hand und stehen doch auch in Spannung zueinander. Als Teil des Systems der Religion hat Seelsorge es mit der Differenz immanent / transzendent zu tun und mit dem uncodierten, vagen. Dem Medium des Trostes entspricht es, dass Seelsorge auf Erlösung zielt, nicht auf Heilung, wie die Psychiatrie.  Immerhin: Etwas vages liegt beiden, Psychiatrie und Seelsorge, zugrunde, die Psyche auf der einen und die Seele auf der anderen Seite. Gibt es Unterschiede oder sind beide gar dasselbe? Und was haben beide, wenn überhaupt, mit dem Bewusstsein zu tun? Die Seelsorge jedenfalls ist längst auch Teil der Psychiatrie, Erlösung und Heilung wirken zusammen, weshalb wir uns im Rahmen unserer Fachtagung auf eine umfassende Spurensuche begeben werden.

Alle Vorträge und die meisten Workshops beschäftigen sich mit dem Thema „Differenz“, wie und worin sich Seelsorge und Psychiatrie / Psychotherapie voneinander unterscheiden und wie sie hilfreich zum Wohle der Patienten miteinander kooperieren können. Und wenn es um fachkundige und wirksame Hilfe geht wird eine gute Theorie zur Pflicht. Dazu möchte die Fachtagung ihren Beitrag leisten, ohne die Praxis außer Acht zu lassen.

Vormittag:
Vorträge (je 45 min, dialogisch oder mit anschließenden Murmelgruppen) – 10-13 h

  • Begrüßung und Eröffnung – Pfr. Frank Obenlüneschloß, Theologischer Direktor der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne
  • Grußwort der DGSF – n.n.
  • Spiritualität und Placebo aus (evolutionärer) psychiatrischer Perspektive (Prof. Dr. med. Udo Bonnet, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Ev. Krankenhauses Castrop-Rauxel)
  • Wenn man drin ist kommt man nicht mehr raus – Die Paradoxie der Diagnostik (Pfr. i.R. Dr. theol. Günther Emlein, Mainz)

Pause ca. 11.45 h

  • Als Gott verrückt wurde, erschuf er die Welt (Pfr. Andreas Brenneke, Seelsorger der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Ev. Krankenhauses Castrop-Rauxel, Bochum)

Nachmittag: Workshops – 14:30-16 h (ab 14:00 h Stehcafé; je 90 min parallel)

  • Sprechen Sie auch schizophrenesisch? (Pfr. Dr. Emlein)
  • Zwei / drei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Arbeiten mit Ambivalenzen in Seelsorge und Beratung (Dr. Julia Strecker, Köln)
  • Wenn Seelsorge verrückt wird, um nicht den Verstand zu verlieren (Pfr. Brenneke)
  • Gott ins Spiel bringen (Pfr.‘in i.R. Rita Schaab, Dietelsheim-Hessloch)
  • Ikonische Seelsorge – Begegnung mit den Bilderwelten des Subjekts (Pfr. i.R. Detlef Spitzbart, Weinheim)
  • Forum: Dissertationsprojekt  – Entwicklung von Ehrfurcht / Dankbarkeit und Lebensqualität im Therapieverlauf - Kooperation der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und des Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin, Universität Witten-Herdecke, Prof. Dr. med. Arndt Büssing, Ursula Nowak, M.A. Psych.)
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