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Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG

Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG ist ein Zusammenschluss von fünfzehn Verbänden (vor allem Wohlfahrts- und Familienverbände) und dreizehn Wissenschaftler*innen.

Gemeinsam fordern wir einen Systemwechsel in der Familienförderung. Das bestehende Versorgungssystem aus Kindergeld, Kinderfreibeträgen, Kinderzuschlag und Hartz-IV-Regelsätzen soll durch eine Kindergrundsicherung ersetzt werden.

Die DGSF ist seit 2009 Mitglied des Bündnisses. Informationen zum Bündnis Kindergrundsicherung finden Sie auf: www.kinderarmut-hat-folgen.de. Die Fachreferentin für Jugendhilfe und Soziale Arbeit nimmt an den Bündnistreffen teil.

Motivation und Zielsetzung der DGSF

  • Wir wollen eine Bewegung unterstützen, die sich konkret und kritisch mit Lösungen für Familienarmut beschäftigt!
  • Wir wollen unser systemisches Knowhow einbringen!
  • Wir wollen die realen Zustände von armen Familien und Kindern immer wieder öffentlich und transparent machen!
  • Wir erwarten vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Modelle zur Armutsbekämpfung eine fruchtbare Diskussion!

Alle Bündnispartner*innen sind sich bewusst, dass die Einführung einer Kindergrundsicherung in Deutschland eine große Reform bedeutet. Sie kann nur dann Wirklichkeit werden, wenn alle politischen und gesellschaftlichen Akteur*innen viel Verantwortung und Weitsicht beweisen:

  • ES BRAUCHT MUT, nachhaltige Veränderungen zu beginnen und jetzt die Weichen für eine Kindergrundsicherung zu stellen.
  • ES BRAUCHT MUT, die intransparente und ineffiziente Zerstückelung  monetärer Leistungen zu überwinden.
  • ES BRAUCHT MUT, die Priorität auf mehr Leistungen für Kinder zu legen –  und teilweise heutige, problematische Begünstigungen bei anderen Bevölkerungsgruppen zu kürzen.

Wir wollen unser Konzept mit allen Akteur*innen aus Politik, Medien, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, die die steigende Kinderarmut und ihre sozialen wie ökonomischen Zukunftsfolgen kritisieren, diskutieren und sie für die politische Umsetzung unseres Vorschlags gewinnen. Die Kindergrundsicherung ist eine konsequente und eine mutige Lösung.

MEHR ALS 2,5 MILLIONEN ARME KINDER IN DEUTSCHLAND HABEN DIESEN MUT VERDIENT!

Das Konzept, die Bündnispartner*innen und kostenloses Informationsmaterial zum Download finden Sie in der Broschüre "Kinder brauchen mehr!". Nähere und aktuelle Informationen zu den Aktionen des Bündnis Kindergrundsicherung finden Sie regelmäßig unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.  
Hier finden Sie einen Button des Bündnis, der genutzt werden kann:

DKSB-Button (Januar 2021)

Taten statt Worte

Die DGSF fordert in ihrem Appell "Taten statt Worte: Kinderarmut in Deutschland bekämpfen" eine stärkeres Engagement der Politik, um Kinderarmut zu bekämpfen.
Gleichzeitig richtet sich die DGSF gemeinsam mit den übrigen Verbänden des „Bündnisses Kindergrundsicherung“ mit einem offenen Brief an die Verhandlungsführer*innen der derzeit über die Bildung einer Koalitionsregierung verhandelnden Parteien. Darin fordert das Bündnis, eine Zusammenführung verschiedener finanzieller Leistungen in eine für alle Kinder geltende „Kindergrundsicherung“, die das bisher komplizierte System der Kinder- und Familienförderung vereinfachen, sozial gerechter und nachhaltiger gestalten würde.

 

Aktuelles

  • Mai 2021: Das aktualisierte Bündniskonzept wurde mit Pressemitteilung vom 6. Mai 2021 veröffentlicht. Die DGSF hat sich an der Formulierung des Kapitels zur Infrastruktur beteiligt. In seiner Pressemitteilung bestärkt das Bündnis die Forderung nach einer grundlegenden Reform in Deutschland und fordert: „Kindergrundsicherung gehört in jedes Wahlprogramm, ALLE Parteien brauchen ein Konzept zur Bekämpfung der Kinderarmut“! Zur Broschüre
  • Januar 2021: In einem kurzen Fragen-Antworten-Papier finden Sie Informationen zur Höhe der Kindergrundsicherung und der Zusammensetzung.
  • Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt das am 25.11.2019 von der SPD vorgestellte Konzept für eine Kindergrundsicherung.  Dies ist ein weiterer wichtiger und konkreter Vorschlag zur Reform der der Kinder- und Familienförderung. Als positiv bewertet das Bündnis vor allem die Forderung das kindliche Existenzminimum neu zu berechnen sowie die Stärkung der Infrastruktur für Kinder und Familien vor Ort. Zur Pressemitteilung vom 25. November 2019
  • Zehn Jahre Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG – das ist für die beteiligten Verbände, darunter die DGSF, ein Grund, Bilanz zu ziehen, aber kein Grund zu feiern: "Kinderarmut ist weiterhin hoch. Millionen Kinder in Armut darf es in einem reichen Land wie Deutschland nicht geben", schreibt das Bündnis in seiner Erklärung zum zehnjährigen Jubiläum. Zur Meldung vom 12. April 2019.
  • "Kinderarmut kann nicht warten" - Pressemitteilung des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Armut vom 17. Oktober 2018 (pdf)
  • "Arbeits- und Sozialminister beraten über Kindergrundsicherung - Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG nennt Kriterien für eine mutige Reform": Pressemitteilung des Bündnisses Kindergrundsicherung vom 16. August 2018 (pdf-Datei)
  • Am Welttag für soziale Gerechtigkeit, dem 20. Februar 2018, hat das Bündnis Kindergrundsicherung erneut auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam gemacht. Etwa 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche gelten derzeit als arm oder armutsgefährdet, schreibt das Bündnis in seiner Pressemitteilung.
  • Stand 7. Dezember 2017: Die DGSF als Partnerin des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt den Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesländer. Darin fordert die ASMK eine grundlegende Reform der finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung und wird dazu ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis appelliert an die Politik eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen, die die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen abdeckt. Zur Pressemeldung.
  • Am 3. November 2017 haben CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Themen Familie, Frauen, Senioren, Jugend sondiert. Anbei finden Sie den aktuellen Stand vom 3. November 2017.
  • Der Paritätische ist seit September 2017 neues Mitglied im Bündnis Kindergrundsicherung! Das Bündnis Kindergrundsicherung begrüßt mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. (DPWV) ein neues Bündnismitglied. "Das vom Bündnis vertretene Modell ist gerecht, einfach und geeignet, Einkommensarmut von Kindern wirksam zu bekämpfen“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Die vorgeschlagene Kindergrundsicherung stellt den Familienlastenausgleich vom Kopf auf die Füße. Wir wollen damit Familien besonders fördern, die wenig haben. Das Bündnis unterstützen jetzt insgesamt 12 Verbände und 13 Wissenschaftler*innen.
  • Kinder und Jugendliche sind in Deutschland weiterhin am stärksten von Armut bedroht. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen zu den Armutsrisikoquoten nach Alter für das Jahr 2016 hat das Bündnis Kindergrundsicherung zum Anlass genommen, am 29. August 2017 nochmals in einer Pressemitteilung eine Veränderung der Familienförderung anzumahnen.
  • Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat am 28. Juni 2017 ihre Stellungnahme zu „Ausstattung von Kindern – was brauchen Kinder, um gut und kindgerecht aufzuwachsen?“ veröffentlicht, in die die Expertisen der Expert*innenanhörungen in den Jahren 2016 und 2017, auch unter Beteiligung des Bündnisses Kindergrundsicherung, eingeflossen sind.
  • Das Bündnis Kindergrundsicherung hat im Frühjahr eine FAQ-Liste zu den wichtigsten und häufigsten Fragen veröffentlicht, die Sie auf dieser Seite unter „Weitere wichtige Unterlagen zum Thema“ finden.
  • In der Bündnissitzung am 3. Mai 2017 wurde die neue Internetseite des Bündnisses Kindergrundsicherung vorgestellt. Diese ist wie gewohnt über www.kinderarmut-hat-folgen.de zu erreichen.
  • Am 6. April 2017 veröffentlicht das Bündnis eine Pressemitteilung zur Bekanntmachung der Aktualisierung des Konzeptes. Anbei finden Sie die Pressemitteilung sowie die neue Konzeptbroschüre, die sie gerne weiter verbreiten können.
  • Die Geschäftsführung des Bündnisses Kindergrundsicherung, der Deutsche Kinderschutzbund, sammelt zurzeit Fragen zu dem Thema, um eine Übersicht über Klärungsbedarfe zu erstellen und Fachexpertise einzuholen. Bitte offene Fragen, die bei Gesprächen und Diskussionen in den Fachgruppen zu dem Thema gestellt wurden und nicht ausreichend beantwortet werden konnten (z. B. zur konkreten Ausgestaltung der Familienkasse, zum Zusammenspiel von Kindergrundsicherung und BAföG, zum Umgangsmehrbedarf und der Kindergrundsicherung etc.), bis zum 20. April 2017 an die Fachreferentin für Jugendhilfe und Soziale Arbeit (Birgit Averbeck), senden. Birgit Averbeck wird die Fragen an die Geschäftsführung des Bündnisses weiterleiten und die Antworten zur Verfügung stellen.
  • Am 29. März 2017 hat die SPD Bayern mit einem Dringlichkeitsantrag die Forderung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro nach dem Modell des Bündnisses Kindergrundsicherung in den Landtag eingebracht mit dem Ziel, die Staatsregierung aufzufordern, sich auf Bundesebene für eine Kindergrundsicherung einzusetzen. Mit der CSU-Stimmenmehrheit lehnte die CSU-Fraktion am Mittwoch diesen Antrag ab. Hier finden Sie einen Artikel dazu: https://www.welt.de/regionales/bayern/article163267767/CSU-lehnt-bundesweite-Kindergrundsicherung-ab.html.

Aufruf zu Online-Kampagne des Bündnisses

Am 6. Dezember 2016 ist die Online-Kampagne „Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut“ gestartet und kann auf dem Portal von Campact unterzeichnet werden: https://weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen.

Die Online-Petition wurde initiiert von folgende Institutionen und Verbänden:

  • Nationale Armutskonferenz
  • AWO-Bundesverband e. V.
  • Deutsches Kinderhilfswerk e. V.
  • Deutscher Kinderschutzbund e. V.
  • Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband
  • Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V.
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V.
  • Zukunftsforum Familie e. V.

Die DGSF unterstützt diese Petition. Informieren Sie sich! Machen Sie mit! Beteiligen Sie sich an der Diskussion!

 Weitere wichtige Unterlagen zu dem Thema

Archiv

Aktivitäten der Vergangenheit / sozialpolitische Dynamiken