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Junge geflüchtete Menschen

Informationen zum Themenfeld "junge geflüchtete Menschen". Die DGSF wird sich als ein Fachverband, der sich systemischer Werte und einer humanitären Flüchtlingspolitik verpflichtet fühlt, vermehrt in die politische Situation von jungen geflüchteten Menschen in Deutschland einbringen und veröffentlich an dieser Stelle politische Positionierungen.

August 2018:
AnkER-Zentren sind kein Lebensort für Kinder und Jugendliche!

Mit einer aktuellen Stellungnahme positioniert sich die DGSF gegen eine Etablierung von AnkER-Zentren nach bayrischem Vorbild. Die DGSF fordert, Kinderrechte in Deutschland für alle Kinder und Jugendlichen umzusetzen, unabhängig von ihrem Lebensort, ihrer Nationalität und ihrem ausländerrechtlichen Status.

Zur Stellungnahme
Zur Presseinformation
Zur Meldung vom 2. August 2018
Zur Expertise von Mediendienst Integration und Rat für Migration zum Thema Anker-Zentren

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Juni 2018:
DGSF unterstützt die Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Familienorganisationen (AGF) zum Familiennachzug

Auf Initiative der AGF haben mehrere Organisationen in  einem gemeinsamen Brief an die Abgeordneten sowie an die Bundesminister des Inneren und für Familie anlässlich der Anhörung und Beratungen des Gesetzentwurfes zum Familiennachzug im Bundestag und Bundesrat am 11.Juni ihre Sorge über den aktuellen Gesetzesvorschlag der Bundesregierung zum Familiennachzug von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz ausgedrückt. Dieser sieht eine neuerliche erhebliche Einschränkung des Familiennachzugs vor, mit Ausnahmen lediglich aus humanitären Gründen und nur für ein schmales Kontingent von Angehörigen.

Die damit verbundene Trennung von Ehepaaren und Familien ist auf lange Dauer ist nicht hinnehmbar: Sowohl das Grundgesetz als auch die Europäische Menschenrechtskonvention schützen das familiäre Zusammenleben als grundlegenden Bestandteil des Familienlebens in besonderer Weise. Dieser Schutz gilt auch für geflüchtete Menschen. Zudem bestehen massive Zweifel an der Anwendbarkeit des Entwurfs, der noch nicht einmal eine zwingend notwendige Evaluation vorsieht.

Die Argumentation um mögliche Grenzen der ‚Integrationsfähigkeit‘ werden als irreführend angesehen. Die Zusammenführung der Kernfamilie leistet vielmehr einen Beitrag für eine erfolgreiche Integration, da sie die Betroffenen anspornt und von der ständigen Angst um Leib und Leben ihrer Angehörigen befreit. Hier finden Sie weitere Informationen.

Die DGSF unterstützt die Aktion der AGF, teilt die Positionierung ausdrücklich und wird sich zukünftig auch mit ihrem Logo an einigen Aktionen der AGF beteiligen. Entsprechende Absprachen wurden bereits getroffen.

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Mai 2018:
Stellungnahme von Verbänden gegen ANKER-Zentren wird von DGSF unterstützt

23 Verbände fordern in einem gemeinsamen offenen Brief an die Städte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium die umfassende Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention bei der Debatte um die Etablierung sogenannter AnKER-Einrichtungen sowie die Vorrangstellung der Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitet eingereiste minderjährige Flüchtlinge. Aufgrund der bekannt gewordenen Pläne steht fest: Die AnKER-Einrichtungen werden keine geeigneten Orte für Kinder und Jugendliche sein!
Die DGSF unterstützt die fachlichen und politischen Forderungen der Verbände vollumfänglich und wird sich zukünftig auch mit eigenen Beiträgen in die politische Diskussion einbringen. Den offenen Brief finden Sie hier.

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April 2018:
Massive Kritik gegen Methoden zur Altersfeststellung bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten auf der bundespolitischen Fachebene

Die DGSF unterstützt die Stellungnahme von 23 Organisationen und Verbänden gegen Vorschläge einer Gesetzesänderung zur Festschreibung verlässlicher Methoden zur Altersfeststellung unbegleiteter minderjähriger geflüchteter Menschen. Darunter fallen ein verstärkter Einsatz von medizinischen Methoden zur Alterseinschätzung sowie diverse Vorprüfverfahren, die das Primat der Kinder- und Jugendhilfe für bei unbegleiteten Minderjährigen in Frage stellen. In der Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass es im Regelfall auch mit bildgebenden Verfahren unmöglich sei, das Alter so präzise einzuschätzen, dass eine Minderjährigkeit ausgeschlossen werden kann. Das Hauptziel von Alterseinschätzungsverfahren muss der Schutz von Minderjährigen sein. Zudem formulieren die Organisationen und Verbände sehr deutlich, dass die jugendhilferechtliche Alterseinschätzung in keinem sachlichen Kontext zu Fragen der Kriminalitätsaufklärung und -prävention steht. Die Stellungnahme der Verbände finden Sie hier.

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Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 12.April 2018 zu Familienzusammenführung

Ein Urteil, das für alle Fachkräfte, die mit jungen geflüchteten Minderjährigen arbeiten, von großem Interesse sein dürfte:  Ein unbegleiteter minderjähriger geflüchteter Mensch, der während des Asylverfahrens volljährig wird, behält  sein Recht auf Familienzusammenführung. Der Europäische Gerichtshof hat am 12. April 2018 entschieden, dass ein unbegleiteter Minderjähriger, der während des Asylverfahrens volljährig wird, sein Recht auf Familienzusammenführung behält (Urteil in der Rechtssache A und S ./. Staatssecretaris van Veiligheid en Justitie, C-550/16). Die Pressemitteilung des EuGH finden Sie hier.

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Oktober 2018
Stellungnahme von Fachverbänden „Abschiebungen junger Flüchtlinge nach Afghanistan stoppen“

Das DGSF unterstützt die gemeinsame Stellungnahme „Keine Abschiebungen nach Afghanistan! Perspektiven für junge Geflüchtete schaffen“ des Bundesfachverbands unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge e. V. (BumF), der Diakonie Deutschland, der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e. V. (IGfH) und des Kompetenzzentrums Pflegekinder. Die Autoren beschreiben, dass die zunehmend beobachtbare Diskursverschiebung von sozialpädagogischen hin zu ordnungspolitischen Sichtweisen und Handlungsansätzen die bisherigen Leistungen der Kinder - und Jugendhilfe in der Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen konterkarieren. Sie verweisen darauf, dass die Arbeit der Kinder-und Jugendhilfe in vielen Fällen sogar zunichte gemacht wird, weil die Angst vor Abschiebungen nach Afghanistan zu extremer Verunsicherung, massiver Angst und schwindender Motivation von Jugendlichen und junger Menschen zur Integration führt. Hier die Stellungnahme der Verbände.

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Arbeitshilfe zur Bleiberechtsregelung für gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende

Der Paritätische Gesamtverband hat eine Arbeitshilfe zur Bleiberechtsregelung für gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende (§ 25a AufenthG) veröffentlicht. Die Arbeitshilfe richtet sich insbesondere an Berater/innen, die langjährig geduldete Menschen betreuen bzw. beraten. Sie wurde praxisorientiert gestaltet und enthält zahlreiche konkrete Anregungen für die Beratungspraxis.

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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Mädchen im Blick

Die IGfH veranstaltet in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences am 13. Oktober 2017 in Schwalmstadt-Treysa eine Fachtagung zum Thema „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Mädchen im Blick“. Mädchen machen nur einen geringen Teil der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) aus. Während umF mittlerweile in der Fachöffentlichkeit der erzieherischen Hilfen ein breit diskutiertes Themenfeld darstellen, gerät die Situation von unbegleiteten geflüchteten Mädchen häufig aus dem Blick. Der Fachtag soll dazu beitragen, Perspektiven (einschließlich mädchenpolitischer Strategien) für eine mädchengerechte Ausgestaltung von Hilfen zur Erziehung für unbegleitete geflüchtete Mädchen zu entwickeln. Informationen finden Sie unter: https://www.igfh.de/cms/veranstaltung/tagung/unbegleitete-minderj%C3%A4hrige-fl%C3%BCchtlinge-%E2%80%93-m%C3%A4dchen-im-blick.