Print

Kinderschutz

Informationen zu Aktivitäten der AG Kinderschutz innerhalb der DGSF.

Arbeitsgruppe Kinderschutz


Die DGSF hat unter Mitwirkung einiger Mitglieder ein Plädoyer für einen hilfeorientierten und kooperativen Kinderschutz verfasst, der von verschiedenen Fachverbänden veröffentlicht wurde. Das DIJuF (Deutsche Institut für Jugendhilfe und Failienrecht) hat die DGSF aufgrund des Plädoyers zu einem fachpolitischen Gespräch am 11.12.17 nach Berlin eingeladen, an dem Fachreferentin Birgit Averbeck teilgenommen hat. Die systemische Haltung der DGSF zu Fragen des Kinderschutzes wird auf der jugendpolitischen Ebene gehört und ernst genommen. Um den verbandsinternen Dialog zu aktivieren, wird eine „Arbeitsgruppe Kinderschutz“ gegründet. Ziel ist, neben dem fachlichen Austausch, eine Broschüre o. ä. zu entwickeln, die auf der Fach- und Politischen Ebene veröffentlicht werden kann

Am 5. Februar 2018 hat ein konstruktives Treffen der AG Kinderschutz in der DGSF-Geschäftsstelle in Köln stattgefunden. Das Protokoll mit Themen und Planungen des weiteren Vorgehens finden Sie hier.

Es wurde bei dem Treffen vereinbart, eine Broschüre „Empfehlungen für einen systemischen Kinderschutz in Deutschland“ zu entwickeln und bundesweit in Fachkreisen und politischen Gremien zu veröffentlichen. Um möglichst viele Erfahrungen und Anregungen von DGSF-Mitgliedern einbeziehen zu können, möchten wir Sie bitten, uns folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche Wünsche haben sie an die DGSF bezüglich der aktuellen Entwicklungen im Kinderschutz in Ihrer Region?
  • Welche Themen sollten Ihrer Meinung nach in einem Papier / Broschüre zum systemischen Kinderschutz bearbeitet werden?
  • Welche Erwartungen / Wünsche an ein solches Papier haben Sie?

Ihre Antworten senden Sie bitte bis 15. Juni an . Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

-------

Hilfeorientierter und kooperativer Kinderschutz

Die DGSF appelliert an eine neue Bundesregierung, die gesetzlichen Vorgaben für den Kinderschutz auch künftig hilfe- und kooperationsorientiert zu gestalten.

Das Fazit des aktuellen "Plädoyers für die gesetzliche Verankerung eines hilfeorientierten und kooperativen Kinderschutzes":

Das Handeln im Kinderschutz bleibt immer auch ein Handeln mit Risiko. Daher braucht es klare Abläufe und Verantwortlichkeiten, gut qualifizierte und belastbare Fachkräfte und geeignete Hilfsangebote, die dieser Komplexität gerecht werden.

Ein gelingender Kinderschutz, der sich an der UN-Kinderrechtskonvention orientiert, benötigt darüber hinaus einen authentischen Dialog und einen Vertrauensschutz zwischen den Beteiligten. Das Prinzip „Hilfe vor Eingriff“ muss weiterhin für den Gesetzgeber handlungsleitende Maxime bleiben!

Im Blick auf die beabsichtigten rechtlichen Änderungen zur „Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz“ sind die möglichen negativen Folgen für die Praxis zu bedenken und deshalb zunächst vorrangig die bisher geltenden rechtlichen Regelungen konsequent umzusetzen und weiter zu erproben. In gemeinsamen Fortbildungen von Berufsgeheimnisträgern und Fachkräften der Jugendhilfe mit selbstreflexiven Anteilen ist eine fallunabhängige Begegnung der Systeme verbindlich zu entwickeln, die auch eine größere Akzeptanz der insoweit erfahrenen Fachkräfte bewirken dürfte.

Die DGSF plädiert dafür, einen verbindlichen, interdisziplinären und systemübergreifenden Netzwerkaufbau für den Kinderschutz für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen gesetzlich zu verankern und diesen analog zu den „Frühen Hilfen“ über einen Bundesfonds entsprechend finanziell auszustatten. So könnten ein präventiver Ansatz und ein wirksamer Kinderschutz in den Organisationsstrukturen der Jugendhilfe altersunabhängig sichergestellt werden.

Zum vollständigen Text