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Forschungspreis 2020

Meike Wehmeyer: Menschen mit Intelligenzminderung und psychischer Störung: Qualitative Studie zur Überwindung von Spannungsfeldern zwischen Familie, Heim und Psychiatrie

Meike Wehmeyer legt in Ihrer Dissertation eine qualitative Studie in einem Themenfeld vor, das bisher wenig in die systemische Forschung einbezogen ist. Das multiperspektiv angelegte Befragungsprojekt bezieht Menschen mit intellektuellen und psychischen Handicaps, ihre Angehörigen, die psychosozialen Fachkräfte und das medizinische Fachpersonal aus Wohngruppen, Werkstätten und Fachdiensten ein. Die Längsschnittstudie begleitet die Befragten über 2,5 Jahre und erforscht, wie die Kooperation zwischen Psychiatrie, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Familien und gesetzlichen Betreuern von Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Störung verbessert werden kann. Der systemische Blick der Autorin richtet sich auf Spannungsfelder in der Zusammenarbeit der relevanten Helfersysteme mit ihren systemimmanent divergierenden Interessen und sucht nach Handlungsstrategien, die eine klientenzentrierte Vernetzung der Hilfsangebote und eine konstruktive Kommunikation befördern.

Ein Abstract zur Arbeit und die Möglichkeit des Downloads stehen auf den Internetseiten der Universitätsbibliothek Heidelberg zur Verfügung.