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Fachgruppe Systemische Sozialarbeit

Die Fachgruppe Systemische Sozialarbeit stellt sich vor! Nächstes Treffen am 12. Oktober 2017 in München!

Sozialarbeit steht im psychosozialen Feld an der Schnittstelle vieler Professionen und bietet damit besondere Anknüpfungspunkte und Herausforderungen – gerade für SystemikerInnen. Sie umfasst so verschiedene Handlungsarten wie Kontrollieren und Eingreifen, Verhandeln und Moderieren, Vertreten, Beschaffen, Beraten und Begleiten, d. h. das professionelle „Einfach-nur-da-Sein“. Der systemische Ansatz bietet sowohl neue Zugänge für die Praxis als auch für das professionelle Selbstverständnis.
Ein hoher Anteil der Mitglieder der DGSF sind SozialarbeiterInnen. Dennoch ist das Verständnis und die Anerkennung von Sozialarbeit als einem eigenständigen Arbeits- und Berufsfeld mit besonderen Anforderungen innerhalb der DGSF durchaus „ausbaufähig" – hieran möchte die Fachgruppe mitwirken.

Fachgruppentreffen

Die Fachgruppe besteht aus rund 40 Mitgliedern und ist für Neuzugänge offen. Sie trifft sich in der Regel auf den Jahrestagungen der DGSF, jeweils zu einem konkreten fachlichen Thema. Das nächste Mal kommt sie auf der DGSF-Jahrestagung am 12. Oktober 2017 ab 17.45 Uhr in München zum Thema "Neutral oder parteilich? ... aus systemischer Sicht" zusammen.

Diskutiert und angestrebt wurde in den letzten Jahren u. a., dass der Verband ein Zertifikat „Systemische Sozialarbeit“ für Weiterbildungen entwickelt, die ausdrücklich auf das breite Feld der Sozialen Arbeit (und nicht nur auf Beratung und Therapie) ausgerichtet sind. Leider fand diese Forderung bislang kein Gehör im Verband.

Sprecher:
Johannes Herwig-Lempp
Große Ulrichstraße 51

06108 Halle
0345 - 54 84 680

www.herwig-lempp.de

Wissenswertes über die Fachgruppe Systemische Sozialarbeit

Die Fachgruppe "Systemische Sozialarbeit" besteht seit der Gründung der DGSF im Jahr 2000. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stellen eine große Gruppe innerhalb der DGSF dar (über ein Viertel der Mitglieder kommt aus dem Bereich der Sozialarbeit). Systemische Ansätze wurden und werden in den verschiedensten Arbeitsfeldern der Sozialarbeit angewandt und weiterentwickelt. Anliegen der Fachgruppe ist es, die fachlichen Aspekte Sozialer Arbeit und die Interessen der Profession innerhalb der DGSF zu vertreten und zu einer fachlichen Weiterentwicklung beizutragen.
In den vergangenen Jahren wurde dies vor allem auf den Jahrestagungen der DGSF in eigenen Treffen umgesetzt, die vor allem inhaltliche Schwerpunkte setzen sollen und bei denen die organisatorischen Absprachen möglichst kurz gehalten werden.
"Mindestens sieben Möglichkeiten! Vielfalt als Konzept in der systemischen Sozialarbeit" - Das Fachgruppen-Treffen "Systemische Sozialarbeit” am 12. Oktober 2007 auf der DGSF-Jahrestagung in Ulm/Neu-Ulm: Die drei ReferentInnen aus der Praxis, Frau Katja Weber (Leipzig), Frau Marion Körner (Halle) und Herr Ludger Kühling (Tübingen), stellten in interessanten Kurzvorträgen jeweils an konkreten Beispielen vor, wie sie das Motto “Es gibt mindestens sieben Möglichkeiten!” in ihrer eigenen beruflichen Praxis ganz praktisch und konkret nutzen und regten uns zu einer vielschichtigen Diskussion an.

Neben den Fachgruppen-Treffen auf den Jahrestagungen unterstützt die Fachgruppe immer wieder kleinere, aber doch bundesweite Tagungen zur systemischen Sozialarbeit fachlich und organisatorisch – z. B. "Ressourcen, Lösungen, Respekt – die Vielfalt Systemischer Sozialarbeit" 2004 in Merseburg, "Systemisches Handeln im sozialen Raum" 2005 in Bamberg und "Systemorientiert denken, familienorientiert handeln" 2006 in Kiel.

Für die künftige Arbeit der Fachgruppe gab es eine Reihe von Anregungen und Themen, die sowohl auf einer "außerordentlichen" Fachtagung der Systemischen Sozialarbeit wie auch auf dem Fachgruppentreffen im kommenden Jahr bei der DGSF-Jahrestagung in Essen Grundlage sein können:

  • Wie entsteht die Identität als (systemische?) Sozialarbeiter/in
  • Sozialarbeit: Hilfe zur Selbsthilfe oder doch lebenslänglich?
  • Mit den systemischen Konzepten kommt die Sozialarbeit wieder zu ihren Wurzeln – hundert Jahre Ausbildungsstätten für SozialarbeiterInnen
  • Veränderungen für den Beruf, das Berufsfeld und das Berufsbild Soziale Arbeit durch Bachelor- und Masterstudiengänge
  • "Verhältnis/Bezug zwischen den anderen Fachgruppen und der FG Systemische Sozialarbeit"

Für weitere Ideen und Anregungen bzw. Themenwünsche (sie dürfen auch zwischendurch im Jahr vorgeschlagen oder gar angeboten werden) sind wir natürlich offen. 

Es gibt Überlegungen, vielleicht mal wieder eine kleinere Tagung zum Themenbereich “Systemische Sozialarbeit” zu veranstalten (wo? vielleicht in Bochum? oder anderswo?) und evtl. auch Interessenten für die Gestaltung des Fachgruppentreffens im kommenden Jahr in Essen zu gewinnen. Insofern scheint es mit uns weiter zu gehen. Auf jeden Fall ist Eigeninitiative gefragt.

Falls Sie Interesse haben, in den E-Mail-Verteiler der Fachgruppe aufgenommen zu werden oder sich aktiv beteiligen wollen, melden Sie sich bitte einfach mit einer kurzen Mail an:


P.S.:
Falls Sie die Vorgänge in Halle interessieren, finden Sie unter http://www.herwig-lempp.de/dokumente.htm ausführliche Informationen. In Halle versuchten Oberbürgermeisterin und Jugendamtsleiter – beraten von einer externen Firma, die sich vor allem auf die Jugendhilfe spezialisiert hat - im Herbst 2007 alle 314 Heimkinder aus Kostengründen praktisch von heute auf morgen zu entlassen. Dies wurde zurück genommen, aber man besteht weiterhin darauf, bei den Hilfen zur Erziehung "durch Prävention" kurzfristig 20 % der Kosten einsparen zu können (vgl. z.B. auch Wolf Ritscher, Organisierte Verantwortungslosigkeit in der Jugendhilfe: Das Beispiel Halle (Saale), in: KONTEXT 4/2007, S. 379-389).


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