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Netzwerk Systemische Medizin

Das Netzwerk Systemische Medizin ist die Interessensvertretung der systemtherapeutisch orientierten Mediziner*innen

Anlass für die Gründung des Netzwerkes Systemische Medizin innerhalb der DGSF war die sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Therapie für Erwachsene. Durch die Aufnahme der Systemischen Therapie in die Weiterbildungsordnungen der Länder ist es nun auch jungen Mediziner*innen möglich, Systemische Therapie im Erstverfahren als Facharztweiterbildung zu wählen.

Die DGSF wurde in diesem Zuge auch Mitglied der Ständigen Konferenz ärztlicher psychotherapeutischer Verbände, die sich mit Fragen der ärztlichen Weiterbildung, Versorgungsfragen und den gesundheitspolitischen Gesetzgebungsverfahren beschäftigt. Das Netzwerk widmet sich als gemeinsame Interessensvertretung der systemtherapeutisch orientierten Mediziner*innen in erster Linie der Frage, wie systemische Konzepte und systemisches Handeln in die Medizin und dort insbesondere in die sog. P-Fächer (Erwachsenenpsychiatrie, Psychosomatik und ärztliche Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie) gelangen können.

Im Rahmen der ersten Netzwerktreffen stand vor allem die Vernetzung der Teilnehmenden im Raum – hervorragend moderiert und begleitet von Carla Ortmann, der Fachreferentin des Fachbereichs Psychotherapie, Psychiatrie, Gesundheitswesen der DGSF. Erfreulich ist, dass nicht nur Vertreter*innen aller P-Fächer, sondern auch solche aus der Körpermedizin zusammengefunden haben. Es entwickelten sich lebendige Diskussionen bspw. zu Fragen des Erwerbs von Weiterbildungsbefugnissen oder Abrechnungsmöglichkeiten. Es wurde deutlich, dass aktuell nicht nur bei den Teilnehmenden weiterer Klärungsbedarf, sondern auch bei den jeweiligen Institutionen besteht (bspw. jeweiligen Kammern) bzw. dass auch die ärztliche Weiterbildung regional sehr stark durch die föderale Struktur Deutschlands bestimmt wird. Vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach Weiterbildungsmöglichkeiten von jungen Mediziner*innen bei aktuell noch wenig vorhandenen zugeschnittenen Angeboten fokussierte sich die Arbeit im Weiteren auf die Konzeption entsprechender Mustercurricula jeweils für Erwachsene als auch für Kinder- und Jugendliche. Diese Curricula sollen zum einen die Vorgaben aus den jeweiligen Weiterbildungsordnungen berücksichtigen als auch Qualitätsstandards nach dem Verständnis der DGSF explizieren. Mittlerweile liegen konkrete Entwürfe vor, die – und da bestand große Übereinstimmung innerhalb des Netzwerkes – gegenüber dem störungsspezifischen Denken das von Kontextualisierung geprägte systemische Grundverständnis von Erleben und Handeln deutlich stärker gewichten.

Interessierte (angehende) Mediziner*innen sind herzlich eingeladen, sich bei den Ansprechpersonen für das Netzwerk zu melden und in der DGSF zu vernetzen!

Markus W. Haun und Filip Caby

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