Sie sind hier: Startseite / Aktuell / Meldungen / IQWiG legt Abschlussbericht vor
Print

IQWiG legt Abschlussbericht vor

Veröffentlicht: 26.07.2017, aktualisiert: 17.05.2019
Nach rund dreijähriger Arbeit hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) am 24. Juli seinen Abschlussbericht zum Prüfverfahren „Systemische Therapie bei Erwachsenen als Psychotherapieverfahren“ veröffentlicht.

Wie bereits der 2016 erschienene Vorbericht des IQWiG belegt auch der mehr als 800 Seiten umfassende Abschlussbericht auf der Grundlage evidenzbasierter Medizin den Nutzen von Systemischer Therapie bei zentralen Störungsbereichen. Systemische Therapie bei Erwachsenen hat einen Vorteil bei bestimmten Störungen, ist das Fazit des Berichts. Eine Nutzen-Schaden-Abwägung, wie man sie inzwischen aus Berichten über Arzneimittelstudien kennt, konnte das IQWiG nicht vornehmen, da bei Psychotherapieverfahren kaum Daten zu unerwünschten Nebenwirkungen vorliegen. "Weil Daten zu unerwünschten Ereignissen fehlen, ist eine Gesamtabwägung zu Nutzen und Schaden nicht möglich", schreibt das IQWiG in seiner Pressemitteilung zum Abschlussbericht. 

Systemische Therapie gilt bereits seit 2008 als wissenschaftlich anerkannt und kommt in zahlreichen Kliniken und Privatpraxen zur Anwendung. Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung steht Systemische Therapie bislang ambulant noch nicht zur Verfügung. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme von Systemischer Therapie in den Leistungskatalog der Krankenkassen liegt nun beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem obersten Selbstverwaltungsorgan von Leistungserbringern und Krankenkassen.

Zum Abschlussbericht und weiteren Informationen beim IQWiG:
www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/nichtmedikamentoese-verfahren/n14-02-systemische-therapie-bei-erwachsenen-als-psychotherapieverfahren.6247.html

Pressemitteilung von DGSF und SG zum Abschlussbericht.

Aktuelle Meldungen RSS
26.03.2020

Hilfen in Zeiten von Corona – Krisenberatung am Telefon und per Video

Beratende und andere Fachkräfte erleben derzeit eine nie dagewesene Herausforderung. Beratung und Hilfen müssen dabei vermehrt mittels Telefons oder per Video geleistet werden. Joachim Wenzel, Stephanie Jaschke und Emily Engelhardt von der DGSF-Fachgruppe Onlineberatung und Medien haben dazu jetzt eine Handreichung erstellt. […]

23.03.2020

Hilfen in Zeiten von Corona – Arbeit in freier Praxis

Die DGSF erhält vermehrt Anfragen, ob Berater*innen und Therapeut*innen ihre Tätigkeit in ihrer eigenen Praxis / in eigenen Beratungsräumen weiterhin ausüben dürfen. Das ist auch durch die gestrigen Beschlüsse der Bundesregierung vorerst weiterhin nicht verboten. […]

20.03.2020

Hilfen in Zeiten von Corona – Meeting Point

Die DGSF bietet ihren Mitgliedern ab sofort mit einem "Meeting Point – die systemische Resilienz-Tankstelle" einen virtuellen Raum zum Austausch von Erfahrungen, zur gegenseitigen Unterstützung, zum gemeinsamen Suchen nach Handlungsoptionen und Chancen oder einfach nur zum Plaudern. […]

18.03.2020

Hilfen in Zeiten von Corona

Hier verweisen wir auf hilfreiche Tools für die Arbeit der DGSF-Mitglieder in Zeiten von Corona, auf allgemeine und spezielle Infos sowie Informationen zu finanziellen Hilfen etc. […]

12.03.2020

Keine europäische Asylrechtsreform auf Kosten der Menschen(rechte)

Mit einer gemeinsamen Erklärung haben 22 Organisationen am 12. März 2020 zu den Vorschlägen der Bundesregierung vom Februar zur Reform des Europäischen Asylsystems Stellung bezogen. Vor dem Hintergrund der dramatischen Lage an der türkisch-griechischen Grenze fordern Amnesty International, PRO ASYL, Caritas, Diakonie Deutschland, Paritätischer Gesamtverband, AWO sowie zahlreiche weitere Organisationen: Der Zugang zum Asylrecht muss an Europas Grenzen gewährleistet sein. […]

Weitere Nachrichten …