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IQWiG legt Abschlussbericht vor

Zuletzt verändert: 26.07.2017
Nach rund dreijähriger Arbeit hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) am 24. Juli seinen Abschlussbericht zum Prüfverfahren „Systemische Therapie bei Erwachsenen als Psychotherapieverfahren“ veröffentlicht.

Wie bereits der 2016 erschienene Vorbericht des IQWiG belegt auch der mehr als 800 Seiten umfassende Abschlussbericht auf der Grundlage evidenzbasierter Medizin den Nutzen von Systemischer Therapie bei zentralen Störungsbereichen. Systemische Therapie bei Erwachsenen hat einen Vorteil bei bestimmten Störungen, ist das Fazit des Berichts. Eine Nutzen-Schaden-Abwägung, wie man sie inzwischen aus Berichten über Arzneimittelstudien kennt, konnte das IQWiG nicht vornehmen, da bei Psychotherapieverfahren kaum Daten zu unerwünschten Nebenwirkungen vorliegen. "Weil Daten zu unerwünschten Ereignissen fehlen, ist eine Gesamtabwägung zu Nutzen und Schaden nicht möglich", schreibt das IQWiG in seiner Pressemitteilung zum Abschlussbericht. 

Systemische Therapie gilt bereits seit 2008 als wissenschaftlich anerkannt und kommt in zahlreichen Kliniken und Privatpraxen zur Anwendung. Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung steht Systemische Therapie bislang ambulant noch nicht zur Verfügung. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme von Systemischer Therapie in den Leistungskatalog der Krankenkassen liegt nun beim Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA), dem obersten Selbstverwaltungsorgan von Leistungserbringern und Krankenkassen.

Zum Abschlussbericht und weiteren Informationen beim IQWiG:
www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/nichtmedikamentoese-verfahren/n14-02-systemische-therapie-bei-erwachsenen-als-psychotherapieverfahren.6247.html

Pressemitteilung von DGSF und SG zum Abschlussbericht.

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