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DGSF trauert um Michael Scholz

Veröffentlicht: 02.03.2021, aktualisiert: 09.03.2021
Michael Scholz, Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Pionier der Multifamilientherapie in Deutschland, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Scholz war Gründer und über viele Jahre Sprecher der DGSF-Fachgruppe Multifamilientherapie und leitete das MFT-Institut Dresden, das die erste DGSF-anerkannte Weiterbildung in Multifamilientherapie angeboten hat. Der ehemalige DGSF-Vorsitzende Björn Enno Hermans hat einen Nachruf verfasst unmittelbar nachdem ihn die traurige Nachricht erreicht hatte. Scholz ist am 16. Februar gestorben.

Prof. Dr. Michael Scholz ist tot. Die Nachricht traf mich gestern per Mail unvorbereitet in einer Supervision in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Essen. Der Ort war irgendwie passend, war Michael Scholz doch bis zu seiner Pensionierung 2007 Chefarzt und Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universitätsklinik Dresden.

Michael Scholz war vor allem der in Deutschland bekannteste Vertreter der Multifamilientherapie, deren klinische Anwendung vor allem bei Essstörungen er in der Dresdener Klinik entwickelt hatte. Er hat das über lange Strecken gemeinsam mit Eia Asen getan, der in London lebend und wirkend sicher der bekannteste europäische Vertreter der MFT ist und mit dem ich am Wochenende vor Michael Scholz Tod bei der SYMPA-Tagung noch gemeinsam einen Workshop halten durfte.

Ich kannte Michael Scholz seit 2006, intensiver dann über die Jahrestagungen, später Bundestagungen Multifamilientherapie und aus der DGSF. Dort entwickelten wir das Zertifikat Multifamilientherapie, für das er sich viele Jahre sehr eingesetzt hatte.

Zu unserer Essener MFT-Tagung 2018 konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reisen, was ihn sehr schmerzte, so dass wir telefonisch in Kontakt waren.

Michael Scholz wurde 79 Jahre alt und hat große Verdienste um die Verbreitung der Multifamilientherapie in Deutschland.

Allen, die um ihn trauern, gilt mein Mitgefühl. Ich werde ihn sicher nicht vergessen!

Prof. Dr. Björn Enno Hermans