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Reform der Psychotherapieausbildung

Veröffentlicht: 10.05.2016, aktualisiert: 10.05.2016
Die Reform der Psychotherapieausbildung wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. DGSF und SG haben im April gemeinsam Stellung genommen zu Entwürfen, die von einer Arbeitsgruppe der Bundespsychotherapeutenkammer vorgelegt wurden.

Die Reform des Psychotherapeutengesetzes steht im Koalitionsvertrag der Großen Koalition. Noch vor der Sommerpause hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) dazu einen ersten Arbeitsentwurf angekündigt. Ob eine Reform in dieser Legislaturperiode aber wirklich noch umsetzbar ist, gilt mit Blick auf die Wahlen in NRW und im Bund im kommenden Jahr als nicht sicher.
Um dem BMG einen möglichst abgestimmten Vorschlag für dieses Gesetzesvorhaben aus der Profession der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vorlegen zu können, hat die Bund-Länder-AG der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) Entwürfe zu Eckpunkten der Reform veröffentlicht und u. a. die psychotherapeutischen Verbände um Stellungnahme gebeten.
In einer gemeinsamen Stellungnahme von DGSF und SG fordern die Verbände deutliche Veränderungen der Entwürfe für das BMG. Die Hauptkritik richtet sich gegen die geplante Fortschreibung des Webfehlers des ersten Psychotherapeutengesetzes von 1999: Eine Ausbildung zum Psychotherapeuten wird vor allem über die Übernahme der Behandlungskosten der Ausbildungstherapien durch die Krankenkassen finanziert. Für die noch nicht sozialrechtlich anerkannten Verfahren Systemische Therapie und Gesprächspsychotherapie/Humanistische Therapie fällt diese Kostenübernahme weg und erschwert den AusbildungsteilnehmerInnen die Ausbildung im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie. In den Entwürfen wird nun vorgeschlagen, lediglich in zwei der vier wissenschaftlichen Verfahren eine praktische Lehre an den Hochschulambulanzen anzubieten. Dabei hat der Deutsche Psychotherapeutentag als höchstes Beschlussgremium Ende 2014 die Lehre in allen vier Grundorientierungen festgeschrieben. Von diesem Beschluss wird nun in den Entwürfen abgerückt, indem zwar eine theoretische Lehre in allen vier Grundorientierungen zugesichert wird, die praktische Lehre an den Hochschulambulanzen aber nicht. Wir fordern daher vehement auch die praktische Lehre an den Hochschulen in allen vier Grundorientierungen (systemisch, humanistisch, verhaltenstherapeutisch und psychodynamisch)!

DGSF/SG- Stellungnahme

Weitere Informationen und die der Stellungnahme zugrunde liegenden Entwürfe auf den Internetseiten der BPtk (direkter Link).

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