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Systemischer Forschungspreis für Wirksamkeitsforschung in der Jugendhilfe

Veröffentlicht: 25.09.2019, aktualisiert: 25.09.2019
Der Systemische Forschungspreis 2019 geht an Mathias Berg. Ausgezeichnet wird seine Dissertation „Auswirkungen systemischer Beratung und Therapie in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle auf die Bindungssicherheit verhaltensauffälliger Kinder im Grundschulalter”.
Systemischer Forschungspreis für Wirksamkeitsforschung in der Jugendhilfe

Ulrike Borst und Björn Enno Hermans überreichen den Preis an Mathias Berg

Der Preis der beiden systemischen Fachgesellschaften DGSF und SG ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen der wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSF in Hamburg verliehen. Ulrike Borst, Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft (SG), und Björn Enno Hermans, scheidender Vorsitzender der DGSF, übereichten den Preis gemeinsam am vergangenen Samstag im Audimax der Universität Hamburg.

Erziehungs- und Familienberatung ist die meistgenutzte Hilfe zur Erziehung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe. Dabei ist systemische Beratung und Therapie das dominierende Verfahren. Erziehungsberatung und der systemische Ansatz in der psychosozialen Beratung sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihrer Effekte im Vergleich zur Psychotherapie allerdings noch wenig erforscht. Mathias Berg untersuchte in seiner Interventionsstudie die Beratungsprozesse bei 61 Grundschulkindern. Hauptsächliches Forschungsziel war es, mehr über eine potentielle Veränderung der Bindungssicherheit bei Kindern nach der Beratung herauszufinden, zentraler Bestandteil der systemischen Intervention waren dabei die Eltern beziehungsweise die Familie des Kindes. Die Befunde zeigen, dass systemische Beratung und Therapie im Feld der Erziehungsberatung dazu in der Lage sind, Bindungssicherheit zu fördern und Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren.

Der Preisträger ist seit September Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

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