Sie sind hier: Startseite / Aktuell / Meldungen / Unterbringung außerhalb der eigenen Familie – DGSF-Stellungnahme
Print

Unterbringung außerhalb der eigenen Familie – DGSF-Stellungnahme

Veröffentlicht: 18.03.2019, aktualisiert: 26.04.2019
Mit einer Experten-Stellungnahme hat sich die DGSF in den vom Bundesfamilienministerium initiierten Dialogprozess zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe eingebracht. Aktuelles Thema im Prozess: „Unterbringung außerhalb der eigenen Familie: Kindesinteressen wahren – Eltern unterstützen – Familien stärken“.

In ihrem Fachbeitrag zum Thema „Unterbringung außerhalb der eigenen Familie: Kindesinteressen wahren – Eltern unterstützen – Familien stärken“ im Rahmen der AG-Sitzung „SGB VIII: Mitreden – Mitgestalten“ am 4. April 2019 bezieht die DGSF zu einzelnen Aspekten der Themen Hilfeplanung, Elternarbeit und frühzeitiger Perspektivklärung Stellung.

Der Verband betont, dass Pflegefamilie und Herkunftsfamilie qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsleistungen benötigten, die Herkunftsfamilie auch nach der Herausnahme eines Kindes. Kinder seien an den Entscheidungen viel stärker zu beteiligen, da diese Beteiligung als ein zentraler Faktor für die Umsetzung und Wirksamkeit von Hilfen durch zahlreiche internationale Studien belegt sei. Voraussetzung für die Verbesserung der Lebenssituationen der betroffenen Kinder und Jugendlichen sei zudem, dass die Welt für das Kind nicht eingeteilt werde in "die gute, Schutz und Sicherheit spendende Pflegefamilie und eine destruktive, schädigende Herkunftsfamilie".

Im Fazit der Stellungnahme heißt es: "Die Bemühungen des Gesetzgebers um eine Verbesserung der Situation von Pflegekindern sollten die Komplexität der Lebenswelten von Kindern berücksichtigen und ihre Rechte auf Beteiligung an Entscheidungen über ihren Lebensort ernst nehmen. Dabei ist es hilfreich, nicht pauschalisierend die Instabilität der Herkunftsfamilien von Beginn an festzuschreiben und sie der vermeintlich allgemeingültig sicheren und schützenden Pflegefamilie gegenüber zu stellen. Ziel muss sein, die individuelle Lebensform des Kindes nach entwicklungsfördernden Prämissen fachlich unterstützt im Prozess zu gestalten."

Zur Stellungnahme

Aktuelle Meldungen RSS
17.06.2019

DGSF-Fachtag mit Arnold Retzer: „Kaufen Sie sich eine Wasserpistole!“

Am 28. Mai 2019 referierte Dr. Arnold Retzer zum Thema "Systemische Paartherapie oder: Lob der Vernunftehe" am ifs in Essen. […]

14.06.2019

Kindergrundsicherung

Bündnis 90 / Die Grünen haben gestern ihre Pläne für eine Kindergrundsicherung vorgestellt. Das Bündnis Kindergrundsicherung, in dem die DGSF Mitglied ist, hat die Pläne begrüßt. […]

Systemische Familienberatung wirkt
13.06.2019

Systemische Familienberatung wirkt

Systemische Familienberatung erhöht die Bindungssicherheit von verhaltensauffälligen Kindern im Grundschulalter, reduziert Verhaltensauffälligkeiten und verbessert das Erziehungsverhalten von Müttern. Das zeigt ein von der DGSF gefördertes Forschungsprojekt, in dem Beratungsprozesse in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle in Kerpen untersucht wurden. […]

06.06.2019

Systemsprenger in Schule und Jugendhilfe

Referent Prof. Dr. Menno Baumann bescherte dem Kölner Verein für systemische Beratung e.V. am 13. Mai 2019 einen gelungenen DGSF-Fachtag zum Thema Arbeit mit sogenannter „Hoch-Risiko-Klientel“. […]

"Systemisches Laboratorium: Scham, Stolz, Schuld und Demut"
04.06.2019

"Systemisches Laboratorium: Scham, Stolz, Schuld und Demut"

Der Regionentag Nord "Systemisches Laboratorium: Scham, Stolz, Schuld und Demut" am 9. November 2019 in der Medical School Hamburg lädt DGSF-Mitglieder dazu ein, sich mit den vier emotionalen Haltungen auf kreative Art und Weise auseinanderzusetzen sowie das Erlebte zu reflektieren. […]

Weitere Nachrichten …