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Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik

Das Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik stellt sich vor. Nächstes Treffen am 15. September 2022 im Rahmen der DGSF-Jahrestagung in Dresden.

Planungen 2022:

Treffen des Netzwerks Macht- und Diskriminierungskritik am 15. September 2022 im Rahmen der DGSF-Jahrestagung in Dresden. 

Das Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik soll interessierten Systemiker*innen einen Ort bieten, an dem sie sich in den kritischen Austausch zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen, der eigenen Eingebundenheit darin und zu den entsprechenden Auswirkungen auf die eigene Beratungshaltung und -praxis begeben können. Dabei geht es uns um eine Veränderungsperspektive für die systemische Haltung, Praxis und Theorie sowie ihre Arbeits-, Ausbildungs- und Vernetzungsstrukturen.

Das Treffen des Netzwerkes auf der Jahrestagung der DGSF dient vorrangig dazu, dass uns Systemiker_innen, die an einer Mitarbeit interessiert sind, kennen lernen und wir in Kontkt kommen können.

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In 2022 versuchen wir etwas Neues und haben die monatlichen Treffen für alle aufgelöst. Damit sich bestehende Dominanzen nicht weiter verstärken sollen sich in 2022 verschiedene Kleingruppen unter dem Dach des Netzwerks finden und treffen. Bisher geplante Gruppen sind:

  • Supportgruppe für Menschen in Ausbildung (mit marginalisierten Perspektiven, z.B. als trans*/ nicht-binäre oder BPoC Person)
  • Reflexionsraum Kritisches Weißsein
  • BPoC Empowermentspace
  • Queer Space
  • Space für Jüdinnen*Juden und Menschen mit jüdischer Familiengeschichte
  • Reflexionsraum „macht- und diskriminierungskritisch systemisch Arbeiten“- Was heißt das und wie
  • Reflexionsraum für Lehrende

Wenn du dich mit einer Gruppe vernetzen möchtest, leitet das Sprecher*innenteam gerne deine E-Mail an die verantwortliche Person der jeweiligen Gruppe weiter. Bei manchen Themen gibt es bisher auch nur eine verantwortliche Person die sich über weitere Verbündete freut.
Es ist nicht die Gruppe dabei, die du suchst? Dann gründe gerne eine eigene, wir als Sprecher*innen unterstützen dich dabei!
Gerne stellen wir auch den Kontakt zur unabhängigen Gruppe Schwarzer Systemiker*innen her, die sich in 2021 gegründet hat.
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Gemeinsam statt Einsam durch die systemische Ausbildung - Eine Intervisionsgruppe für alle, die sich in der Ausbildung durch Normerwartungen, Othering, Verunsichtbarung und Diskriminierung navigieren

Du bist eingeladen:

  • wenn, du in einer systemischen Ausbildung bist oder vor hast diese zu beginnen
  • du vor kurzem eine Ausbildung abgeschlossen hast und die Erfahrungen die du gemacht hast, noch nachwirken
  • du in deiner Ausbildungsgruppe erlebt hast, dass deine Lebensrealität wenig oder kaum Platz hatte
  • du dich aufgrund von zugeschriebenen Merkmalen ausgeschlossen oder „anders“ gefühlt hast.

Termine: Montags von 19-21 Uhr via Zoom (21.03. 16.05, 27.06. Es ist möglich später einzusteigen)

Zu den Detailinformationen.

 

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Stellungnahme des Sprecher*innen-Teams aufgrund von Anfragen an das Netzwerk bezüglich einer möglichen Diskriminierung ungeimpfter Menschen:

Eine Gleichsetzung des Impfstatus in Zeiten der Pandemie mit rassistischer, sexistischer, antisemitischer, trans* feindlicher, ableistischer und anderer Diskriminierung marginalisierter Gruppen sehen wir als eine Verharmlosung und Relativierung dieser historisch gewachsenen und gesamtgesellschaftlich wirksamen Machtverhältnisse an.
Es gibt in diesen Zeiten viele Menschen, die unsere solidarische Unterstützung brauchen und politische Kritik an den Arbeitsverhältnissen in sozialen und gesundheitsrelevanten Feldern sowie daran, dass viele Menschen immer noch in Zwangskontexten (Unterkünfte, Heime etc.) leben müssen und dort nicht ausreichend geschützt werden, sollte unser aller Fokus sein. Auch können bereits vor der Pandemie bestehende strukturelle Ein- und Ausschlüsse im Gesundheitssystem aktuell existentiellere Konsequenzen für Menschen haben denn je. Viele Menschen haben bereits etliche negative Erfahrungen mit sie nicht repräsentierenden und nicht für sie sensibilisierten Fachkräften gemacht und der Gang in die ärztliche Praxis oder das Impfzentrum ist eine erhebliche psychische Belastung. Menschen bekommen auch im dritten Jahr der Pandemie zu wenig Informationen in ihrer Sprache oder das tägliche Vorzeigen eines Impfnachweises und Ausweises mit dem falschen Namen bei vielen trans* Personen bedeutet ehrheblicher Minoritätenstress. Für all diese Herausforderungen im Kontext von individueller, institutioneller und struktureller Diskriminierung braucht es mehr Engagement, gerne auch im Rahmen des Netzwerks. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellt entsprechend fest: "Nur wenn die Impfung wegen einer Behinderung (oder chronischen Krankheit), einer Schwangerschaft oder wegen des Alters (kleine Kinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt) nicht möglich ist und sich das nachteilig auswirkt, kann es sich um eine Diskriminierung im Sinne des AGG handeln." (2021). Wir bitten von weiteren E-Mails diesbezüglich an das Netzwerk abzusehen.

Die Stellungnahme des DGSF-Vorstands "Coronapolitik: Nazi-Vergleiche relativieren die Verbrechen der NS-Diktatur!" unterstützen wir.

Vorstellung:

Das Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik soll interessierten Systemiker*innen einen Ort bieten, an dem sie sich in den kritischen Austausch zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen, der eigenen Eingebundenheit darin und zu den entsprechenden Auswirkungen auf die eigene Beratungshaltung und -praxis begeben können. Dabei geht es uns um eine Veränderungsperspektive für die systemische Haltung, Praxis und Theorie sowie ihre Arbeits-, Ausbildungs- und Vernetzungsstrukturen.
Wir wollen ...

  • einen Ort für systemische Fachkräfte schaffen, die eigene Diskriminierungs- und Marginalisierungserfahrungen machen z.B. als queere und/oder rassifizierte Personen.
  • Wir bemühen uns, mit einer sensiblen Haltung einen diskriminierungsarmen Raum ohne sexistische, rassistische, homo- oder transfeindliche, ableistische und andere Diskriminierungsformen zu gestalten.
  • Zuschreibungen und Andersmachung (Othering) in systemischen Ausbildungen sichtbar machen und marginalisierte Lebensrealitäten und Identitäten sichtbarer und präsenter machen.
  • einen Raum für Austausch und Vernetzung bieten mit dem Ziel, sich miteinander zu verbinden, zu verbünden, Empowermenträume zu schaffen und aus der Vereinzelung in der systemischen Welt herauszutreten.
  • Macht- und Diskriminierungsverhältnisse als Querschnittsthema betrachten, das für alle relevant ist.
  • systemische Ansätze mit macht- und diskriminierungskritischen Perspektiven verknüpfen.

Dazu laden wir alle interessierten Personen und Fachgruppen herzlich ein, die mit uns diese Visionen und sensible Haltung teilen wollen!
Vernetzen, Mitmachen, Gestalten

Das Netzwerk soll eine Plattform für eure Bedarfe und Interessen sein.
Meldet euch auch unabhängig der bestehenden Kleingruppen gerne bei uns Sprecher*innen:

  • Wenn ihr eine Veranstaltung im Rahmen des Netzwerkes organisieren möchtet
  • Wenn ihr eine weitere eine kollegiale Intervisionsgruppe im safer space aufbauen wollt
  • Wenn ihr Aufrufe, Infos etc. für unseren Newsletter habt
  • Wenn ihr Austausch und ggfls. Beratung zu diskriminierenden Erfahrungen in der Ausbildung sucht

 

Bei Fragen und Interesse an einer Teilnahme im Netzwerk (die übrigens nicht an eine DGSF-Mitgliedschaft gebunden ist) wendet euch gern an unser Sprecher*innen-Team:
Freyja Pe* von Rüden
Martina Masurek


Kontakt und Bestellung des Newsletters :

Mehr Informationen zu unserem Gründungsprozess und unserem Selbstverständnis findest du in unserem Gründungstext.