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Familien-, Jugend- und Sozialpolitisches

Informationen über familien-, jugend- und sozialpolitische Aktivitäten der DGSF!

 

Systemischer Kinderschutz – Empfehlungen der DGSF

In einer umfangreichen Broschüre "Systemischer Kinderschutz" legt die DGSF zu ihrer am 19. September beginnenden Jahrestagung in Hamburg Empfehlungen zum systemischen Kinderschutz vor.

 

 

Appell „Exklusion beenden: Kinder- und Jugendhilfe für alle jungen Menschen und ihre Familien!“


Mit einem gemeinsamen Appell fordern rund 30 erstunterzeichnende Organisationen – darunter AGJ, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Behindertenrat, Landesministerien, und verschiedene Fachverbände – die Umsetzung einer inklusiven Jugendhilfe in Deutschland. Die DGSF hat den Appell mitgezeichnet.

Für die Unterzeichnenden ist die Gestaltung eines inklusiven Kinder- und Jugendhilferechts für alle Kinder und Jugendliche, und damit endlich die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Deutschland, das zentrale Anliegen. Es ist bereits jetzt ein breites, interdisziplinäres (fach-)politisches Bündnis entstanden, das die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf die Dringlichkeit dieses Themas lenken will. Zielperspektive ist zunächst die letzte AG-Sitzung des „Mit-reden-Mitgestalten“-Beteiligungsprozesses des Bundesfamilienministeriums am 17. September 2019.

Der Appell erläutert:
"... Deutschland unterscheidet auch im Jahr 2019 trotz UN‐Behindertenrechtskonvention und Grundrecht auf Gleichbehandlung immer noch künstlich zwischen »Jugendhilfe«‐Kindern und »Eingliederungshilfe«‐Kindern. Junge Menschen ohne Beeinträchtigungen oder mit einer seelischen Behinderung unterfallen dem Hilfesystem des SGB VIII und damit der Zuständigkeit des Jugendamts, junge Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen hingegen
in das Hilfesystem des SGB XII und damit der Zuständigkeit der Eingliederungshilfe. Aufgrund der hierdurch entstehenden Zuständigkeitsstreitigkeiten werden viele Kinder, Jugendliche und Familien nicht nur zwischen den Behörden hin und her geschoben, erhalten keine, verspätet oder nur unzureichend Hilfen. Die rechtlich gezogenen Trennlinien sind zudem mit einer ganzheitlichen Wahrnehmung von Menschen nicht vereinbar."

Eine Reform des Kinder‐ und Jugendhilferechts könne  nur dann als gelungen bezeichnet werden, wenn die Exklusion von jungen Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen beendet und die Kinder‐ und Jugendhilfe für alle jungen Menschen gesetzlich gestaltet wird, schreiben die Unterzeichner in  ihrem Appell: "In diesem Sinne werden wir mit unserer Forderung nicht eher nachlassen, bevor die seit über 25 Jahren geführte gesellschats‐ und fachpolitische Diskussion zu ihrem Erfolg findet!"

Der Appell steht hier online.

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Nach der sozialrechtlichen Anerkennung der Systemischen Psychotherapie: Faktencheck für Systemische Therapeut*innen und Berater*innen ohne Approbation aus dem Feld der Jugendhilfe und Sozialen Arbeit wird überarbeitet


Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung vom 22. November 2018 den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Systemischen Therapie für Erwachsene festgestellt. Diese Entscheidung bedeutet, dass künftig eine Abrechnung über die gesetzlichen Krankenkassen für Systemische Psychotherapie bei Erwachsenen möglich sein wird, zuvor muss allerdings noch die Psychotherapie-Richtlinie vom G-BA geändert werden, was voraussichtlich noch einige Monate dauern wird.
Die sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Psychotherapie wird aller Voraussicht nach eine positive Strahlkraft auf die Jugendhilfe haben. Die DGSF und die SG haben aber auch die Fragen und Befürchtungen ihrer Mitglieder, die in nichtheilkundlichen Bereichen arbeiten, im Blick. So wird der „Faktencheck Jugendhilfe“ derzeit überarbeitet und voraussichtlich im April d.J. auf den Homepages beider Verbände veröffentlicht. Im Rahmen der DGSF-Jahrestagung in Hamburg werden in einem Forum/ Workshop „Wenn der Wind des Wandels weht…..-Chancen und Herausforderungen der sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Therapie für Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen“ mulitperspektivisch verschiedene Zukunftsszenarien aufgezeigt. Als Referent*innen freuen Johannes Herwig-Lempp und ich mich auf Marie-Luise Conen, Birgit Kaminski und Mathias Berg. Nähere Informationen finden sie im Frühjahr unter http://www.dgsf-tagung-2019.de/.

Faktencheck für Systemische Therapeut*innen und Berater*innen ohne Approbation aus dem Feld der Jugendhilfe und Sozialen Arbeit (aktualisierte Fassung, März 2019)

 

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Offener DGSF-Gesprächszirkel zum Thema Familie, Partizipation und Demokratie


In Zeiten rechtspopulistischer Strebungen innerhalb der Gesellschaft entstehen Fragen wie:

•    Welche Rolle spielen innerfamiliäre Kommunikationsstrukturen für die Ausbildung demokratischer Werte?
•    Welche Rahmenbedingungen fördern oder behindern die Bildung demokratischer Werte?
•    Welche Rolle nehmen Institutionen wie Kita und Schule ein?

Daniela Fritsch, Vorständin des DGSF-Mitgliedsinstitut inpeos e.V. aus Chemnitz, plant einen verbandsinternen Dialogprozess zu initiieren. Ziel ist, einen begonnenen Arbeitsprozess des Bundesforums Familie durch systemische Perspektiven, die innerhalb der DGSF erarbeitet werden, auch auf der Bundesebene fachlich zu fördern.

Inhalt des ersten Gesprächskreises wird ein Erfahrungsaustausch über den Umgang mit demokratieskeptischen Menschen und ihren Ansichten in der Beratungsarbeit und der Jugendhilfe sein. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen wird überlegt, in welchem Rahmen die Arbeit an dem Thema innerverbandlich fortgesetzt werden kann.

Alle DGSF-Mitglieder und Interessierte sind herzlich willkommen, sich an dem Gesprächszirkel aktiv zu beteiligen. Bitte melden Sie sich bei Daniela Fritsch unter .


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Unser familien- und gesellschaftspolitisches Schwerpunktthema „Arbeit mit Flüchtlingsfamilien, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und ihren UnterstützerInnen“